„Wir wissen es selbst nicht, warum die Leistungen manchmal so schwankend sind“, sagte Rotenburgs Co-Trainerin Heide Aust nach dem 0:3 in Wehlheiden. Die TGR hat damit nach den neun Hinrunden-Spielen sieben Siege auf dem Konto, unter anderem auch gegen Spitzenreiter Mörfelden, allerdings machen die 0:3-Ausreißer gegen Wehlheiden und aus dem Oktober gegen Hanau Sorgen: „Wir fragen uns natürlich im Trainerteam, was wir tun oder ob wir das früher erkennen können. Wir haben insgesamt natürlich eine gute Hinrunde gespielt, aber das war jetzt wieder ein kompletter Blackout. Das hatten wir in der letzten Saison nicht, da waren die Leistungen auf einem Niveau“.
Den ersten Satz setzte die TGR mit 14:25 völlig in den Sand und brauchte eine Weile, um im Spiel anzukommen. So, wie Rotenburg teilweise in dieser Saison schon Gegner „aus der Halle geschossen“ hatte, war es nicht ansatzweise. „Es stehen dieselben Akteure in der Halle“, fragte sich auch Aust: „Da kannst du von außen einwirken, wie du willst. Es kommt irgendwie nicht an“. Hinzu kam, dass mit Loretta Paul eine der wichtigsten Angreiferinnen mit Oberschenkelproblemen verletzt raus musste, was nicht eins zu eins zu ersetzen war. Im dritten Satz berappelte sich Rotenburg zwar, hätte diesen mit Glück auch gewinnen können, „aber insgesamt hätten wir eine Top-Leistung gebraucht, weil Wehlheiden wirklich auch gut gespielt hat“, sagte Aust.
Als Tabellenzweiter mit zwei Punkten Rückstand auf Mörfelden geht Rotenburg nun in die Pause, und hat drei Punkte Vorsprung auf Hanau, das noch ein Spiel in der Hinterhand hat. Eine Woche wird noch trainiert, über die Feiertage ruht der Ball dann in der Fuldastadt. „Vielleicht ist es erstmal ganz gut, wenn alle etwas Abstand gewinnen und mit neuer Motivation wieder starten können“, meint die Co-Trainerin. Die TGR startet dann eine Woche später als der Rest in die Rückrunde: Am 18. Januar steht das Heimspiel gegen Bad Vilbel II an. Bis dahin habe das Team Zeit, „im Training konsequent zu arbeiten“.
