Lokales VB 27.12.2025

Falsche Polizeibeamte erbeuten vierstelligen Bargeldbetrag

Lauterbach (pm/gü) – Eine lebensältere Frau aus Lauterbach wurde kurz vor Weihnachten Opfer eines Trickbetrügers. Am gleichen Tag klingelte es auch an der Tür einer 81-Jährigen, deren Sohn durchschaute die Masche aber.

Im ersten Fall klingelte ein Trickbetrüger am 20. Dezember mittags an der Haustüre der Frau, gab sich als Polizeibeamter aus und behauptete, die Frau sei Opfer eines Betruges geworden. Durch geschickte Gesprächsführung erschlich er sich das Vertrauen der Seniorin und brachte sie schließlich dazu, ihre EC-Karte an ihn auszuhändigen. Kurze Zeit später wurde ein vierstelliger Betrag Bargeld vom Konto der Frau abgehoben. Der Täter kann wie folgt beschrieben werden: männlich, circa 40 Jahre alt, circa 1,70 Meter groß, schlanke Figur, gepflegtes Erscheinungsbild.

Am Nachmittag des gleichen Tags klingelte ein Unbekannter an der Tür einer 81-Jährigen und gab sich als Mitarbeiter der örtlichen Sparkasse aus. Auch er konnte die Seniorin davon überzeugen, ihm ihre EC-Karte zu übergeben. Kurze Zeit später klingelte das Telefon der Dame und ein weiterer angeblicher Mitarbeiter der Bank fragte unter einem Vorwand nach der PIN der EC-Karte. Glücklicherweise durchschaute der zwischenzeitlich eingetroffene Sohn der Frau die Masche, weshalb es nicht zur Übermittlung der PIN an die Betrüger kam. Der Täter wird wie folgt beschrieben: männlich, circa 25 bis 30 Jahre alt, circa 1,80 Meter groß, blonde Haare zum Seitenscheitel gekämmt, Brillenträger, schwarze Kleidung, schwarze Lederjacke.

Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt oder zu sich auffällig verhaltenen Personen und Fahrzeugen am Samstag, 20. Dezember, in Lauterbach machen können, werden gebeten, sich an die Polizeistation Lauterbach unter der Telefonnummer 06641/971-0, jede andere Polizeidienststelle oder über die Onlinewache unter www.polizei.hessen.de zu wenden.

 

Die Polizei gibt Tipps:

„Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon oder an ihrer Haustür als Bankangestellter ausgibt, den Sie möglicherweise als solchen nicht erkennen.

Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld, Wertsachen, TANs oder Überweisungen von Ihnen fordert.

Rufen Sie den Ihnen bekannten Bankmitarbeiter unter der Ihnen bekannten Telefonnummer oder die Polizei unter der 110 an.

Achtung: Nutzen Sie hierzu nicht die Wahlwiederholungstaste, sondern legen Sie das Gespräch bewusst auf und wählen Sie die Nummer neu in das Telefon ein. Mittels sogenanntem ‚Call-ID-Spoofing‘ können Betrüger tatsächlich jede frei gewählte Rufnummer auf dem Telefondisplay ihrer Opfer anzeigen lassen und sich so das Vertrauen erschleichen.“