Einstimmig wiedergewählt als Vorsitzender wurde der Fuldaer Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld – was die Anwesenden mit stehendem Applaus quittierten. Forderungen an die Bundes- und Landespolitik, die spezifischen Interessen des ländlichen Raums besonders im Blick zu haben waren mehrmals Thema. Insbesondere auch bei der einstimmig verabschiedeten „Wallenröder Erklärung”, in der Landes- und Bundesregierung aufgefordert werden, die Finanzierung der Krankenhäuser dauerhaft zu sichern. Dabei bekennt sich die CDU dauerhaft zur kommunalen Trägerschaft - fordert Bund und Land aber auf ihrer gesetzlichen Verpflichtung auch nachzukommen. Dazu Wingenfeld: „Die Erklärung hat jede Menge Handlungsaufträge. Auch in Osthessen stehen die Krankenhäuser unter großem finanziellem Druck. Die faktische finanzielle Last können wir als Kommunen nur tragen, wenn wir selbst finanziell handlungsfähig sind. Da wird der Spielraum aber immer enger.”
Auf die Kommunalwahl im nächsten Frühjahr stimmte der hessische CDU-Generalsekretär Leopold Born die Delegierten mit dem Versprechen ein, den Landesverband bei der Wahl „wie bisher noch nie” zu unterstützen. Emotional wurde er dabei beim Thema Extremismus. Die Instrumentalisierung von Dr. Walter Lübke durch linke Aktivisten mit einer Statue in Berlin nannte er dabei „eine Perversion und „geschmacklose Aktion”. Gegen diese verwehre sich die CDU: „Wir sind im Kampf gegen alle extremistischen Positionen.” Stark distanzierte er sich von der neuen Jugendorganisation der AfD, „das sind vollkommen verwirrte Leute”, aber auch von „tausenden linken Brandstiftern” bei den Gegendemonstrationen mit Angriffen auf Polizisten und Journalisten.
Die CDU diskutiere sehr emotional, wenn es ums Thema Rente gehe: „Als letzte große Volkspartei hatten wir schon immer ein breites Meinungsspektrum. Ich bin froh, dass wir in großer Bandbreite in dieser Form diskutieren.” Das Wichtigste an einer guten Rentenpolitik sei eine gute Wirtschaftspolitik. Für die Kommunalwahl sei es das Wichtigste „überall mehr Sitze zu gewinnen”. Nur die CDU sei überhaupt in der Lage in jedem Ort Listen aufzustellen. Für die Wahl ist er zuversichtlich, mit einer guten Kampagne, guten Kandidaten und einem klaren Kompass im Programm das Ergebnis von 2021 zu verbessern.
Heiko Wingenfeld hatte in seinem Bericht formuliert, mit der Ergebnis der Bundestagswahl im Frühjahr nicht zufrieden zu sein: „Wenn wir die Volkspartei sein wollen, muss unser Anspruch höher sein.” Zufrieden war er, dass Osthessen vier Abgeordnete im Bundestag hat. Dabei mahnte er, dass es hier die Interessen etwas anders sind wie in Großstädten: „Wir sind ländlicher Raum.” Während anderenorts über die Kosten für das sogenannte „9-Euro-Ticket“ diskutiert werde, gehe im ländlichen Raum erst einmal darum, den ÖPNV auszubauen. Auch könne jemand, dessen einziger Besitz ein Häuschen sei, nicht hohe Kosten für eine neue Heizung und Wärmedämmung zumuten. Für den Bezirksverband sei es wichtig „den Zusammenhalt im ländlichen Raum zu stärken”.
Der neue Bezirksvorstand:
Neben Heiko Wingenfeld wurden, jeweils mit überragendem Ergebnis, gewählt:
Tamara Pfaff, Alexandra Weirich, Michal Reul und Gunther Sachs als stellvertretende Vorsitzende
Dietmar Krist als Schriftführer
Christina Allgeier als Mitgliederbeauftragte
Sibilla Deckenbach, Ralph Habener, Uwe Häuser, Julia-Isabell Henke, Nicole Heim, Kristin-Marie Reinhardt, Janik Steinmacher, Achim Seipel, Anna Lena Günther, Dr. Isabell Hohmann, Walter Glänzer und Tobis Weisbecker als Beisitzer
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