Es war erneut ein Marathon: Über drei Stunden ging das Spiel in Grenzau für die Maberzeller, die das alleine Ruwen Filus zu verdanken hatten: Das Abwehr-Ass schlug in seinem ersten Einzel Maciej Kubik klar mit 3:0 und merzte damit die anfängliche Niederlage von Fanbo Meng aus, der die Überraschung gegen Feng bereits auf dem Schläger hatte. Anschließend zog auch Dimitrij Ovtcharov den Kürzeren und holte gegen Luka Mladenovic keinen einzigen Satz. Filus musste erneut ran, spielte gegen Yi-Hsin Feng, der auf 51 der Weltrangliste steht, und kam tatsächlich nach einem 0:2-Satzrückstand und einem 0:4 im vierten Satz nochmal zurück. Er kämpfte sich bockstark in die Partie rein und gewann den fünften Durchgang dann im Eiltempo – damit ging es ins Doppel.
Jonathan Groth fehlte erneut im TTC-Aufgebot – er wurde außen vor gelassen, da er nur eine begrenzte Anzahl an Spielen absolvieren kann. Dafür trumpfte Filus als „überragender Spieler“ des Abends auf, sagte Maberzells Präsident Stefan Frauenholz. Doch selbst dessen „sagenhaftes“ zweites Einzel reichte am Ende nicht, da Ovtcharov und Meng ihr erstes Doppel der Saison verloren – und das glatt mit 0:3. Ovtcharov hatte den gesamten Abend über Probleme mit Mladenovic, das zeigte sich auch im Doppel. „Er kam leider nicht ganz damit zurecht“, bedauerte Frauenholz.
Die Maberzeller haben damit nach der Hinrunde gar eine negative Bilanz stehen: Fünf Siege und sechs Niederlagen sind es nun. Weiter geht es in der Bundesliga am 11. Januar gegen Bad Homburg – allerdings steht das wichtigere Duell vorher an: Am Sonntag, 4. Januar, steigt das Pokal Final Four in Neu-Ulm. Auch dort geht es im Halbfinale gegen Bad Homburg. Finalgegner wäre Ochsenhausen oder Saarbrücken. Eine Titelchance winkt – und auf diese wollen sich die Osthessen nun fokussieren.
TTC Zugbrücke Grenzau – TTC Rhön Sprudel Fulda-Maberzell 3:2
Yi-Hsin Feng – Fanbo Meng 3:2 (7:11, 11:8, 8:11, 11:8, 11:9)
Maciej Kubik – Ruwen Filus 0:3 (5:11, 9:11, 13:15)
Luka Mladenovic – Dimitrij Ovtcharov 3:0 (11:5, 13:11, 11:9)
Yi-Hsin Feng – Ruwen Filus 2:3 (11:3, 11:5, 9:11, 10:12, 5:11)
Mladenovic/Allegro – Ovtcharov/F.Meng 3:0 (13:11, 12:10, 11:6)
