Für den einzigen Fuldaer Punktgewinn sorgte Starspieler Dimitrij Ovtcharov, der an Position zwei gegen den Kasachen Kirill Gerassimenko an die Platte ging – und von Beginn an schenkten sich beide Spieler in einem enorm umkämpften Spiel nichts: Ovtcharov gelang es im ersten Durchgang tatsächlich, vier Satzbälle abzuwehren und sich den Satz noch mit 14:12 in der Verlängerung zu sichern. Und auch in der Folge war der Maberzeller in den entscheidenden Momenten immer einen Tick wacher als sein Kontrahent: Beim Stand von 8:8 im zweiten Satz punktete der Fuldaer dreimal in Folge und ging so mit 2:0 in Führung – und weil Ovtcharov im dritten Durchgang nochmal seine ganze Klasse zeigte, konnte der 37-Jährige den Kasachen mit 3:0 bezwingen und auf 1:1 in der Gesamtabrechnung stellen – in einem Spiel, das deutlich knapper war, als es das Endergebnis vermuten ließ.
Aus Fuldaer Sicht ging es zuvor nicht gut los: Ruwen Filus, der an Position eins diesmal anstelle des Dänen Jonathan Groth startete, bekam es mit Irvin Bertrand zu tun. Der 25-Jährige Franzose hat in dieser Saison bislang erst einmal verloren – und Abwehrspezialist Filus bekam zu spüren, warum: Zwar startete der Maberzeller stark in die Partie und gewann Satz eins mit 11:6, in der Folge war Filus jedoch chancenlos. Besonders im entscheidenden vierten Satz spielte Bertrand stark auf und gewann den Durchgang mit 11:3. „Wir haben natürlich gehofft, dass Ruwen uns mit 1:0 in Führung bringt“, haderte Maberzells Präsident Stefan Frauenholz: „Dann wären wir ins Doppel gekommen, das war der Plan. Leider ist das nicht aufgegangen.“
Nach dem Sieg von Ovtcharov bekam es dann Trainersohn Fanbo Meng an Position drei mit dem starken Schweden Mattias Falck zu tun: Meng konnte zwar seine aufsteigender Formkurve in dieser Saison bestätigen und verlangte dem Doppel-Weltmeister von 2021 in vier Sätzen alles – vergab unter anderem im ersten Satz einen Satzball. „Fanbo hat sehr gut gespielt“, erkannte auch Frauenholz an: „Im ersten Satz hat er den Satzball und auch im dritten Satz hat er geführt. Das ist sehr ärgerlich.“ Am Ende setzte sich die Erfahrung des 34-Jährigen allerdings durch: Mit 11:9 und 11:8 sicherte sich der Bremer die Sätze drei und vier und brachte die Norddeutschen damit mit 2:1 in Führung.
Ruwen Filus musste sich im vierten Einzel also bereits gegen die drohende Niederlage stemmen und gegen Gerassimenko gewinnen, um die Partie in das entscheidende Doppel zu bringen. Der Abwehrspezialist fand allerdings auch in seiner zweiten Partie des Abends kaum zu seinem Spiel, Gerassimenko spielte allerdings auch auf hohem Niveau – so stand am Ende eine klare 0:3-Niederlage unter dem Strich an einem für Filus auch insgesamt unglücklichen Abend, und für die Maberzeller am Ende eine 1:3-Niederlage. „Es war ja klar, dass es ohne Kao und Jonathan schwer wird, gegen den Tabellenzweiten zu gewinnen. Wir haben die einzigst mögliche Aufstellung gewählt, leider hat es nicht gereicht“, bilanzierte Stefan Frauenholz abschließend.
TTC Rhön Sprudel Fulda-Maberzell – Werder Bremen 1:3
Ruwen Filus – Irvin Bertrand 1:3 (11:6, 7:11, 7:11, 3:11)
Dimitrij Ovtcharov – Kirill Gerassimenko 3:0 (14:12, 11:8, 11:5)
Pause
Fanbo Meng – Mattias Falck 1:3 (11:13, 11:7, 9:11, 8:11)
Ruwen Filus – Kirill Gerassimenko 0:3 (8:11, 4:11, 9:11)
