Fußball 20.08.2025

Verbandsliga – Wiedersehen am Hain: Steinbach will Revanche

Eiterfeld/Steinbach (pf/jah) – Altkreis-Derby in der Fußball-Verbandsliga: Die SG Eiterfeld/Leimbach ist ausgerechnet zuhause in dieser Saison noch ohne Zähler, der SV Steinbach wiederum musste jüngst einen späten Nackenschlag im Top-Duell gegen Soden einstecken. Am Mittwochabend um 18.30 Uhr kann ein Team sich am Hain wieder etwas freischwimmen.

Fabian Koch (rechts) will mit dem SV Steinbach Revanche für die Niederlage vor einem Monat im Kreispokal nehmen. Foto: Justin Klenner

Auf den Tag genau vier Wochen nach dem letzten Aufeinandertreffen beider Teams folgt nun das schnelle Wiedersehen: Erst Ende Juli kegelte die SG Eiterfeld/Leimbach den SVS mit einem 2:1 aus dem Kreispokal. Es war jedoch der bisher einzige Pflichtspiel-Heimsieg für die Eiterfelder in dieser Saison, gegen Lichtenau und Dörnberg setzte es knappe Niederlagen – diese seien laut Trainer Andreas Herzberg jedoch aufgearbeitet, die begangenen Fehler wurden analysiert: „Wir haben das offen miteinander besprochen und ich glaube, die Spieler haben das auch gut aufgenommen. Mir hat da einiges nicht gefallen“, sprach der SGEL-Trainer Klartext: „Das ging über die Chancenverwertung bis hin zum Willen und der Einsatzbereitschaft.“ Vieles von dem Auftritt gegen Dörnberg habe Herzberg an seine Anfangszeit am Hain erinnert: „Teilweise haben die Sachen da schon super geklappt, eine Woche später wiederum hat dann gar nichts mehr funktioniert. Wir haben uns wie eine Diva verhalten, aktuell ist das ähnlich. Wir müssen einfach konstanter werden“, forderte der Coach vor dem Duell mit dem SV Steinbach. Im Mühlengrund stand Herzberg in der Vergangenheit übrigens selbst bereits an der Seitenlinie, von Mai 2010 bis Oktober 2011 trainierte der 67-Jährige den SVS – Spieler damals: Der heutige Steinbacher Coach Petr Paliatka. „Es ist sehr lange her. Spieler von früher sind logischerweise keine mehr da. Aber Petr liegt mir auch heute noch sehr am Herzen, das ist einfach ein guter Junge. Mir tut kein Trainer leid, der gegen uns verliert, bei Petr wäre das schon der Fall. Uns verbindet immer noch viel. Generell wünsche ich ihm und den Steinbachern nur das Beste – außer gegen uns natürlich“, schmunzelte der Eiterfelder Trainer, der im kommenden Gegner indes den großen Favoriten auf den Titel sieht: „Sie werden jedem Gegner in der Liga große Probleme bereiten, das hat man jetzt schon gegen Bad Soden gesehen, auch wenn sie da knapp verloren haben. Sie haben nach wie vor diese Oberliga-DNA. Aus meiner Sicht sind sie in diesem Jahr klarer Favorit.“

Auch Paliatka selbst freut sich auf das schnelle Wiedersehen: „Wir haben einen guten Draht zueinander. Natürlich wollen wir das Spiel beide gewinnen, danach reden wir aber wieder ganz normal miteinander“, betonte der SVS-Trainer: „Ich war auch gegen Dörnberg dabei und wir haben uns ausgetauscht.“ Im nächsten Osthessen-Derby erwartet Paliatka überdies eine Leistungssteigerung seines Teams im Vergleich zur 0:1-Niederlage gegen Bad Soden: „Das war ehrlich gesagt einfach schlecht. Gegen Eiterfeld müssen wir es besser machen, wenn wir gewinnen wollen.“ Verzichten muss Paliatka urlaubsbedingt auf Leon Wittke und Nils Hartung, dazu ist Jannis Kehl fraglich. Bei den Gastgebern muss Andreas Herzberg lediglich auf Phil Kramer verzichten.