Fußball 22.08.2025

Verbandsliga – Herausforderungen in der Fremde: „Ein Höllentanz“

Osthessen (pf) – Volles Programm in der englischen Woche: Die Fußball-Verbandsliga Nord begeisterte schon am Mittwoch mit Derbys, Spannung und Überraschungen. Nun wird regeneriert und die Karten werden neu gemischt: Hofbieber hat spielfrei, Flieden, Eiterfeld/Leimbach, Johannesberg, Barockstadt II und Bad Soden sind allesamt auswärts gefordert.

Das Upland ruft: Kevin Kurz und die SG Eiterfeld/Leimbach wollen beim Aufsteiger in Willingen nachlegen. Foto: Christine Görlich

Anto Vinojcic (rechts) und die SG Bad Soden müssen nach Wabern, während Zakaria Chahibi und der SV Flieden die Reise nach Hessisch Lichtenau antreten. Foto: Justin Klenner

Den Anfang machen am Samstag ab 15 Uhr der SV Flieden sowie die SG Eiterfeld/Leimbach: Die Buchonia spielt beim Lichtenauer FV und will den Schwung vom tollen Saisonstart mitnehmen. Gekrönt wurden die ersten Wochen mit dem Sieg gegen Bad Soden am Mittwoch, dank einer überragenden Mannschaftsleistung. Das soll nun so ähnlich gegen den nächsten spielstarken Gegner gelingen. Stabil sind zumindest beide: Flieden und der LFV kassierten erst je drei Gegentore in vier Partien.

Die SG Eiterfeld/Leimbach spielt parallel beim SC Willingen, der unter der Woche spielfrei war. Der SGEL gelang der Coup gegen Steinbach, doch Trainer Andreas Herzberg merkte an: „Wir wollen auch die Kirche im Dorf lassen. In der ersten Halbzeit waren wir spielerisch und taktisch klar unterlegen“. Dabei hatte Herzberg auf eine Dreierkette umgestellt – etwas Neues, das schließlich doch zum Erfolg führte. Aber der Coach warnt: „Der Sieg wäre nichts wert, wenn wir jetzt nicht nachlegen. Ich hoffe, dass die Jungs sich nicht darauf verlassen, dass Willingen ein Aufsteiger ist und wir dort automatisch was mitnehmen. Das wird genauso schwer“. Und mehr noch: Herzberg blickt zurück auf das 1:2 gegen Dörnberg vor zwei Wochen und macht klar: „Wenn wir so einen Auftritt nochmal anbieten, bekommen wir Probleme“.

Um 15.30 Uhr tritt die SG Johannesberg am Samstag noch beim OSC Vellmar an. Kaum etwas ist noch übrig von der OSC-Mannschaft der vergangenen Jahre – der Umbruch ist in vollem Gange. Erst einen Punkt holte Vellmar in der Saison, und zwar genau wie die SGJ am Mittwoch. Doch Trainer Meik Voll schaut auf seine eigene Mannschaft: „Die Tabelle interessiert uns im Moment absolut nicht“. Fortschritte sah der Trainer auch beim 2:2 gegen Eichenzell am Mittwoch, die Johannesberger kamen zweimal zurück und hätten sogar den Lucky Punch setzen können. Mit Steinbach, Wabern und Lichtenau hatte die SGJ aber auch schwere Gegner zum Auftakt – in Vellmar will der Aufsteiger nun erneut Zählbares mitnehmen.

Am Sonntag geht es dann auf Reisen für die SGB-U23 und die SG Bad Soden: Um 15 Uhr absolviert der Barockstadt-Nachwuchs das traditionell schwere Auswärtsspiel im Dörnberger Bergstadion. „Sie bringen Tugenden mit, die es uns schwer machen“, sagt Trainer Niklas Herget: „Das wird wieder ein Höllentanz. Dörnberg spielt aggressiv, den Kampf müssen wir annehmen und dagegen halten“, fordert Herget einen kühlen Kopf: „Das hatten wir in der Vergangenheit nicht immer“. Doch die SGB ist noch ungeschlagen und darf mit breiter Brust im Habichtswald antreten.

Schwer wird es allerdings auch für die SG Bad Soden: Um 15 Uhr ruft der Reiherwald des TSV Wabern. „Das wird kein Selbstläufer“, ist sich Trainer Lars Schmidt bewusst, zumal die Sprudelkicker noch die bittere Niederlage in Flieden aufzuarbeiten haben. „Das ließ sich erklären, aber daran müssen wir arbeiten. Wir müssen wieder ein anderes Gesicht zeigen“, so Schmidt. Der Gegner spielte unter der Woche wegen einer Bomben-Entschärfung in Kassel nicht, konnte sich damit nun auf Bad Soden fokussieren. Auch Schmidt hat sich informiert: „Sie bringen viele Komponenten für Erfolg mit. Erst recht bei den Standards müssen wir aufpassen. Sie haben auch einen guten Spielertrainer, der die Bälle abfangen kann“. Gemeint ist Patrick Herpe, der Wabern schon seit sechs Jahren trainiert. Als Warnschuss nimmt Schmidt die erste Hälfte vom Derby in Flieden: „So dürfen wir nicht agieren. Das müssen wir abschütteln“. Dass auch Wabern heimstark ist, zeigen die Spiele bisher: Ein Remis gegen die Barockstadt-U23 und einen Sieg gegen Johannesberg holte der TSV daheim und verlor dann – ebenfalls in Flieden – mit 0:2.

 

Verbandsliga

 

Samstag

15 Uhr

Lichtenauer FV – Flieden

Calden/Meimbressen – Kleinalmerode/Hundelshausen/Dohrenbach (in Calden)

Willingen – Eiterfeld/Leimbach

15.30 Uhr

Vellmar – Johannesberg

 

Sonntag

15 Uhr

Dörnberg – Barockstadt Fulda-Lehnerz II

TSV Wabern – Bad Soden

SV Steinbach – Eichenzell

17.30 Uhr

Wolfhagen – Hessen Kassel II