Steinbach kontrollierte über die gesamte Spieldauer das Geschehen, die SGJ kämpfte jedoch leidenschaftlich – stand am Ende aber dennoch mit leeren Händen da: Zwei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit gelang Neuzugang Simon Hennighausen der Lucky Punch zugunsten der Gäste. Johannesbergs Schlussmann Andre Ditzel hielt aus kurzer Distanz zwei Mal herausragend, bevor er bei Hennighausens Schuss letztendlich machtlos war. „Es ist bitter, dass wir nach einer guten zweiten Halbzeit um den Lohn gebracht werden“, bedauerte SGJ-Co-Trainer Hugo Lingelbach: „Wir haben im zweiten Durchgang wirklich ein gutes Spiel gemacht. Es war ein offener Schlagabtausch.“
Leon Butsch beispielsweise hatte auf Seiten der Gastgeber die große Chance zum Führungstreffer nach etwas mehr als einer Stunde, scheiterte im Eins-gegen-Eins jedoch am glänzend reagierenden Pino Puig im Steinbacher Kasten. „Dann hätten wir das Spiel vielleicht gewonnen“, konstatierte Lingelbach, dessen Team auch noch weit in der Nachspielzeit durch einige Standards zum Ausgleich hätte kommen können. „Wir haben nochmal ordentlich gezittert“, bestätigte auch Steinbach Coachs Petr Paliatka: „Uns ging nach der Pause die Leichtigkeit verloren, wir hatten viele einfache Fehler im Spielaufbau.“
Danach sah es zu Beginn der Partie nicht aus, Johannesberg fand nur schwerlich ins Spiel. „Wir sind da eigentlich nur hinterher gelaufen und kamen mit dem Tempo in der ersten Halbzeit überhaupt nicht zurecht“, gestand Lingelbach. Es entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor, Steinbach vergab jedoch reihenweise Chancen. „Ich habe mir das etwas ruhiger vorgestellt. Das waren wirklich etliche Hundertprozentige, die wir da ausgelassen haben“, haderte Paliatka. Leon Wittke, Homan Halimi und Fabian Wiegand scheiterten teilweise aus kürzester Distanz. „Wir müssen eigentlich mit 3:0 oder 4:0 in die Pause gehen“, klagte der SVS-Trainer. So ging es jedoch mit dem torlosen Unentschieden in die Kabinen, für die SGJ war also alles noch drin – ehe dem SVS durch Hennighausen doch noch der späte Siegtreffer gelang. „Am Ende haben wir uns belohnt. Die Hauptsache ist, dass wir gewonnen haben. Die Jungs wissen selbst, dass die Chancenverwertung besser sein muss“, war Paliatka am Ende erleichtert.
Johannesberg: Ditzel; Kamdem, Nunes, Schneider, Katusic (17. N. Marquardt), Bardhushi, Wolf, Sammet, Sharif (53. Hossini), Post, Butsch
Steinbach: Pino Puig; Hartung, T. Wiegand, F. Wiegand, Kehl (87. Reichmann), Hennighausen, Halimi (73. Kovac), Wittke (64. Brähler), Hildenbrand, Reith, Gemming (64. Ay).
Schiedsrichter: Thorsten Eick (Eifa)
Tor: 0:1 Simon Hennighausen (88.)
Zuschauer: 250
