Fußball 08.08.2025

Verbandsliga – Heim-Einstand für den SVH: „Welten“ prallen aufeinander

Hofbieber/Bad Soden (sim) – In der Fußball-Verbandsliga Nord steht am Sonntag um 16 Uhr das zweite Saisonspiel für den SV Hofbieber an: Auf heimischem Platz trifft der Aufsteiger aus der Rhön auf die SG Bad Soden. Während Hofbieber zum Auftakt eine deutliche 0:5-Niederlage gegen Flieden hinnehmen musste, feierten die Sprudelkicker einen furiosen 6:0-Heimsieg gegen den FC Britannia Eichenzell. Doch nun geht es erstmal wieder bei null los.

Lukas Ehlert (links) und die SG Bad Soden wollen auch in Hofbieber wieder treffen. Archivfoto: Christine Görlich

Die SG Bad Soden war mit dem Auftakt rundum zufrieden. „Wir waren positiv überrascht, wie gut das alles gegriffen hat, was wir in der Vorbereitung einstudiert haben“, resümiert Trainer Lars Schmidt. Für das Gastspiel in Hofbieber muss er jedoch auf zwei wichtige Akteure verzichten: Jaroslav Kymlicka und Stammtorhüter Daniel Duschner fallen verletzt aus. Dafür kehrt Keeper-Neuzugang Ferdi Myumyunov zurück in den Kader – ein wichtiger Baustein, wie Schmidt betont: „Wir haben also relativ viele Möglichkeiten.“ Taktisch präsentierte sich Bad Soden im ersten Spiel flexibel. „Wir haben in der Vorbereitung einiges probiert – mal tiefer gestanden, mal mit Dreier- oder Viererkette gespielt. Die Taktik, die wir jetzt gegen Eichenzell angewendet haben, hat direkt gut funktioniert. Das wollen wir fortsetzen und weiter festigen.“

Trotz des überzeugenden Starts warnt Schmidt aber vor dem – bereits etwas angeschlagenen – Aufsteiger: „Hofbieber hat auch Qualitäten, die wir unterbinden müssen. Im ersten Heimspiel werden sie griffig sein wollen.“ Trotz des Erfolgs der Vorwoche sieht Schmidt bei der SG noch etwas Luft nach oben: „Wir hatten noch Kleinigkeiten, die wir nachher intern besprochen haben – aber nichts Dramatisches.“ Für die neue Saison hat der Vorjahres-Vize große Ziele – entsprechend kämpferisch gibt sich der Coach: „Wir wollen auf dem Zug bleiben, auf den wir jetzt aufgestiegen sind. Ich muss jetzt aufpassen, dass wir alle im selben Waggon sitzen und keiner die Notbremse zieht.“

Auf der anderen Seite weiß der SV Hofbieber, dass die Umstellung auf Verbandsliga-Fußball noch Zeit braucht. Trainer Sebastian Vollmar zieht nach dem ersten Spiel ein ehrliches Resümee: „Wir haben gesehen, dass wir uns auf vielen Ebenen noch an die Liga anpassen müssen. In dieser Liga ist einfach alles schneller. Beim Spieltempo und im Zweikampfverhalten haben wir Luft nach oben.“ Besonders ärgerlich war der Zeitpunkt des ersten Gegentreffers gegen SV Buchonia Flieden: „Kurz vor der Halbzeit haben wir das 0:1 kassiert – das hat uns den Stecker gezogen. Ein ärgerlicher Ballverlust im Mittelfeld hat eine zufriedenstellende Halbzeit etwas geschmälert“, so Vollmar. Auch die Chancenverwertung sei ein Thema: „Wir hatten zwar unsere Chancen, konnten die aber nicht verwerten.“ Mit Blick auf die Partie gegen Bad Soden spricht Vollmar offen über die Unterschiede: „Zwischen uns und Bad Soden liegen Welten – die Ausrichtung des Vereins, die Zusammenstellung der Mannschaft, die Infrastruktur. Das sind einfach Welten.“ Dennoch will sich Hofbieber nicht verstecken: „Wir versuchen, locker reinzugehen und ein gutes Spiel zu zeigen. Wir wollen uns immer weiter an das Niveau gewöhnen.“

Personell muss der SVH auf Moritz Günther urlaubsbedingt und Leonard Ditzel aufgrund einer Knieverletzung verzichten. Außerdem wird Vollmar selbst nicht vor Ort sein – sein Co-Trainer Max Vogel übernimmt die Verantwortung an der Seitenlinie. Trotz der klaren Niederlage zum Auftakt bleibt der Coach aber realistisch: „Wir sind in den letzten zwei Jahren zwei Mal aufgestiegen. Also wissen wir, wo wir herkommen, und müssen die Kirche auch mal im Dorf lassen.“ Anstoß der Partie ist am Sonntag um 16 Uhr auf dem Sportplatz in Hofbieber.