Für Fliedens Trainer Christian Kreß ist die Partie mehr als nur ein normales Punktspiel: „Das ist ein echtes Highlight. Die letzten Aufeinandertreffen waren immer intensiv und eng – Bad Soden ist eine Spitzenmannschaft.“ Der Respekt ist da, doch die Buchonia geht mit Selbstvertrauen in das Duell: Sechs Punkte aus drei Spielen – der Start war gelungen. Vor allem defensiv weiß Flieden bisher zu überzeugen. „Wir haben zu Hause noch kein Gegentor bekommen – das soll auch so bleiben, auch wenn es gegen so einen Gegner deutlich schwerer wird. Wir wollen über eine stabile Defensive kommen und dann mit Tempo vorne Nadelstiche setzen“, erklärt Kreß nach den Erfolgen gegen Hofbieber (5:0) und Wabern (2:0). Verbesserungspotenzial sieht er noch in der Entscheidungsfindung im letzten Drittel: „Da müssen wir cleverer werden.“ Personell gibt es keine Veränderungen im Vergleich zum Wochenende. Umso wichtiger sei es, dass die Heimstärke wieder zum Tragen kommt: „Bei uns mus sich jeder Gegner strecken, um etwas mitzunehmen. Ich hoffe auch, dass das Derby gut besucht wird – die Mannschaften hätten es verdient.“
Die Gäste aus Bad Soden reisen dagegen mit maximalem Selbstvertrauen an. Drei Spiele, drei Siege, null Gegentore – mehr geht nicht. „Das ist ein Derby, das sind immer besondere Spiele, emotional und körperlich intensiv. Aber unser Ziel sind ganz klar wieder drei Punkte“, betont Bad Sodens Coach Lars Schmidt vor dem Duell im Königreich. Einzig hinter dem Einsatz Alexander Okyere steht noch ein Fragezeichen – er musste am Wochenende muskulär angeschlagen vom Platz, weitere Untersuchungen sollen diese Woche Klarheit bringen.
„Wir haben gegen Steinbach am Ende Körner gelassen, müssen schauen, ob wir ein paar frische Kräfte bringen“, so Schmidt weiter. An Spielen in Flieden hat er lebhafte Erinnerungen: „Da war alles dabei – von engen Partien bis zu souveränen Siegen. Es ist jedes Mal eine Herausforderung.“ Doch mit der aktuellen Form wolle sich die Sprudelkicker dieser auch stellen – und ihre Serie ausbauen. Dass das Derby viele Zuschauer anlocken wird, darauf hoffen beide Trainer. Schmidt bringt es auf den Punkt: „Solche Spiele leben auch von der Kulisse.“
