Der 35-Jährigen, die zwischen ihrer Dolmetscherin und ihrem Strafverteidiger Jochen Kreissl Platz nahm, wird zur Last gelegt, ihr neugeborenes Mädchen in der alten Wohnung in Bad Hersfeld oder in Heringen – wo das Baby gefunden wurde – im Zeitraum zwischen Januar 2022 und April 2024 nach der Geburt getötet und den Leichnam über einen längeren Zeitraum in einer Tiefkühltruhe versteckt zu haben, um die Tat zu vertuschen.
Die Angeklagte, die seit dem 28. Februar 2025 in der JVA Frankfurt III in Untersuchungshaft sitzt, soll laut Staatsanwaltschaft unmittelbar nach der Geburt die Nabelschnur abgerissen und dem vollkommen gesunden Mädchen in Tötungsabsicht mittels eines flächigen Gegenstandes mindestens einen massiven Schlag gegen den Kopf versetzt oder den Säugling mindestens einmal gegen einen flächigen Gegenstand geschlagen haben. Das Neugeborene erlitt durch den Schlag ein Schädel-Hirn-Trauma mit Knochenfrakturen sowie eine Hirnblutung und verstarb im unmittelbaren Anschluss an den schwerwiegenden Verletzungen.
Im Folgenden soll die 35-Jährige den Leichnam des Babys in eine rote Decke gewickelt und in einer Plastiktüte in der Gefriertruhe verstaut haben, um die Tat zu vertuschen. Laut der Staatsanwaltschaft muss sich die polnische Staatsangehörige daher nun wegen Totschlags vor dem Landgericht Fulda verantworten. Bei Verurteilung droht der Angeklagten laut §212 Absatz 1 des Strafgesetzbuches eine Freiheitstrafe von fünf bis 15 Jahren. Der nächste Verhandlungstag ist für Donnerstag, 28. August um 9 Uhr angesetzt.
Toter Säugling entdeckt – Verdacht auf Totschlag – Frau in U-Haft
