Fußball 21.08.2025

Testspiel abgebrochen: Geldstrafe statt Punktabzug für Buchonia Fulda

Fulda (jah) – Vor ziemlich genau einem Monat wurde das Testspiel zwischen Fußball-Kreisoberligist SG Lauter und Buchonia Fulda abgebrochen: Schiedsrichter Ahmed Abdullah sah sich zu diesem Schritt gezwungen, nachdem er sich nach einem ausgesprochenen Platzverweis gegen einen Gäste-Spieler von diesem bedrängt gefühlt hatte. Hendrik Brönnecke, Vorsitzender des Regionalsportgerichts, hat nun ein Urteil verkündet: Weil sich sowohl Spieler als auch Buchonia Fulda selbst einsichtig und kooperativ zeigten, kommt der Verein um einen Punktabzug herum.

Symbolfoto: Görlich Media

„Der Abbruch war vertretbar, aus unserer Sicht lag aber ein leichter Fall vor“, erklärte Brönnecke seine Entscheidung gegen einen Punktabzug: Stattdessen wurde Buchonia Fulda zu einer Zahlung von 150 Euro verurteilt, Trainer Mustafa Yilmaz muss 50 Euro berappen. Der betreffende Spieler wurde wegen Beleidung und dem Herbeiführen eines Spielabbruchs für fünf Spiele gesperrt, hat diese aber inzwischen abgesessen. Nach dem Platzverweis ging der Spieler nur langsam vom Platz, diskutierte fortlaufend weiter und trat unter anderem gegen eine Bande. „Für einen Punktabzug war das aber zu wenig, der Schiedsrichter wurde nicht körperlich angegangen. Buchonia hat zudem eingeräumt, dass das zu viel war und die Diskussionen über einen längeren Zeitraum gingen. Und auch der Spieler hat sich einsichtig gezeigt und will solche Situationen in Zukunft vermeiden“, berichtete Brönnecke.  

Ein Auslöser des Abbruchs war, dass sich die Gäste von Schiedsrichter Ahmed Abdullah benachteiligt fühlten. Abdullah pfeift für den TSV Wallenrod – der wiederum Teil der SG Lauter ist. „Es ist rechtlich möglich und bei Sportfesten oder ähnlichem kommt es ja auch immer mal wieder vor, dass ein Schiedsrichter seinen eigenen Verein pfeift. Ich kann mir nicht vorstellen, dass da irgendeine Form von Absicht dahinter gesteckt hat. Aber vielleicht drückt man unterbewusst mal das ein oder andere Auge mehr zu“, mutmaßt Brönnecke abschließend: „Ich würde nicht mehr beim eigenen Verein pfeifen.“