Lokales FD 02.08.2025

Strongman-Meisterschaft - Bauer jagt Meilenstein in der Rhön

Gersfeld (jk) – Egal ob Sandsack-Medley, Kreuzheben oder Sandsack-Hochwurf: am Samstag und Sonntag findet an der Gersfelder Schwedenschanze die Deutsche Strongman-Meisterschaft der Gewichtsklasse Mittelgewicht U105 statt. Unter den 18 Teilnehmern ist auch der Fuldaer Strongman und Titelverteidiger Volker Bauer dabei, der mit dem dritten deutschen Titel einen weiteren Meilenstein in seiner Karriere erreichen möchte.

Volker Bauer lockt viele andere Strongmen nach Gersfeld. Archivfoto: Görlich Media.

Im vergangenen Jahr konnte sich Bauer in Altdorf seinen zweiten Deutschen Meistertitel einfahren. An diesem Wochenende möchte der Lokalmatador nicht nur den Titel verteidigen – er möchte einen Meilenstein in seiner Strongman-Karriere einfahren. „Ich habe bislang zwei Meistertitel. Es gibt nur drei Strongmen, die drei deutsche Titel geholt haben“, sagt Bauer. Insgesamt 18 Teilnehmer treten an zwei Tagen in acht Disziplinen gegeneinander an. Dabei kann sich Bauer über insgesamt acht Athleten aus Hessen freuen. „Sowas gab es bei einer deutschen Meisterschaft noch nie“.

Vier der acht Teilnehmer, darunter Fabian Baum (Bad Hersfeld) und die Zwillingsbrüder Daniel und Florian Görnike (Kassel), trainieren regelmäßig beim KSV Fulda – ganz zur Freude des Lokalmatadors: „Wir haben mit die beste Strongman-Trainingsstätte“.

Der Samstag startet mit einem Qualifikationsturnier, bei dem sich die Athleten im Kreuzheben (bis 265 Kilogramm), Sandsack-Schultern (bis 120 Kilogramm) und zwei weiteren Wettkämpfen messen. Die besten acht Teilnehmer qualifizieren sich für den Finaltag am Sonntag. Dort findet neben dem Sandsack-Hochwurf und dem Sandsack-Medley auch der Giangumbel statt. Dabei müssen die Teilnehmer eine spezielle Hantel mit einem Gewicht bis über 100 Kilogramm über die Schulter hinweg mit einer Hand in die Luft heben. „Je höher das Gewicht, desto höher ist die Punktzahl“, erklärt Bauer, der sich gut auf die Meisterschaft vorbereitet hat. „Die Vorbereitung lief ganz gut“. Bereits bei der Weltmeisterschaft kam Bauer etwas angeschlagen aus einer dreimonatigen Verletzung. „Es war aber alles gut und hat gehalten“, so der Fuldaer, der trotz Routine seine Aufregung nicht verstecken kann. „Über die Jahre hinweg ist die Aufregung weniger geworden. Doch in diesem Jahr ist sie dabei“. Dies sei auf das neue Format, das in diesem Jahr erstmals mit einer Qualifikationsphase daherkommt, und seinen möglichen dritten Meistertitel zurückzuführen. „Das wäre ein Meilenstein für mich“. Aber auch die Location sei besonders. „Wir wollten mal raus aus Fulda, aber nicht ganz so weit weg“. So wurde es die historische Gaststätte Schwedenschanze in Gersfeld.