Lokales FD 18.08.2025

Stichtag der Nähdels wieder ein voller Erfolg – „Es war mega“ – Fotos

Hünfeld (gü) – Der Stichtag der Nähdels Sandra Kanther aus Hünfeld und Tanja Hahner aus Nüsttal war auch in der vierten Auflage wieder ein voller Erfolg. Rund 700 nähbegeisterte Menschen strömten an diesem Wochenende in den Alten Lokschuppen und weitere Locations in Hünfeld, um sich bei Ausstellern zu informieren, an Workshops teilzunehmen und sich untereinander auszutauschen. Die Organisatorinnen sind begeistert.

Siegerehrung nach dem Quiz. Foto: Jasha Günther

„Es war mega“, sagte Kanther am Sonntagnachmittag: „Es hat unsere Erwartungen wieder übertroffen. Man hat in so viele glückliche Gesichter geschaut.“ Losgegangen war es am Freitag mit einem Weltrekord. Die Community der Nähdels hatte wieder fleißig an den Maschinen gesessen und 1250 Federmäppchen genäht, die zu einer 254,65 Meter langen Kette rund um den Brunnen vor dem Rathaus und weiter durch die Innenstadt aneinander gelegt worden waren – die Kette hatte damit 900 Glieder mehr als nötig gewesen wären.

Am Samstag und Sonntag folgte dann der eigentliche Stichtag. Zentrum war der Alte Lockschuppen, wo sich verschiedene Aussteller aus Deutschland und Österreich präsentierten. So konnten sich die Besucher über die neuesten Nähmaschinen informieren sowie Stoffe und andere Utensilien erwerben. Bei Workshops konnten die Teilnehmer neues Lernen und bei einem Quiz, an dem alle Anwesenden über ihr Smartphone teilnehmen konnten, gab es attraktive Preise, wie eine Nähmaschine und Tickets für den nächsten Stichtag zu gewinnen – der wird im kommenden Jahr wieder in Hünfeld stattfinden. „Morgen beginnen die Planungen“, kündigten die beiden Nähdels an. „Würde die Stadt uns nicht so unterstützen, wäre der Stichtag in eine andere Stadt umgezogen“, dankte Hahner. Für 2024 hatte es bereits anderweitige Planungen gegeben: „Aber der Bürgermeister hat uns überzeugt zu bleiben und wir haben es keinen Tag bereut.“ Mit Ausstellung, Workshops und Rahmenprogramm verteilte sich der Stichtag diesmal auf insgesamt fünf Locations in der Stadt: Den Alten Lokschuppen, das Rathaus, das Museum Modern Art, das Stiftsgewölbe und den Co-Workingspace zuseworks. Die Besucher waren aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz angereist, aber auch aus der Region sind immer mehr Menschen dabei, was die Organisatorinnen sehr freut. In den ersten Jahren seien alle Karten immer gleich weg gewesen, das Interesse in der Online-Community der beiden Frauen, die einen erfolgreichen YouTube-Kanal betreiben, war groß. „Jetzt haben wir das Konzept ein bisschen geändert“, so Hahner, so gab es beispielsweise am Sonntagnachmittag vergünstigten Einlass inklusive Zugang zu allen Mitmachbereichen.

Weitere kreative Dinge gab es am Sonntag bei einem Handmademarkt zu entdecken, dazu waren einige Stände auf dem Parkplatz vor dem Lokschuppen aufgebaut worden. Schmuck, Karten, Dekoraktionen, Kleidung für Kinder und Erwachsene, Keramik und mehr wurde dort angeboten und zum Teil auch noch vor den Augen der Kunden gefertigt.

 

Entscheidung über zweiten Weltrekord des Wochenendes steht noch aus

Nachdem es mit dem ersten Weltrekord des Wochenendes so grandios gekappt hatte, hatte Bürgermeister Benjamin Tschesnok persönlich den „Anstich“ für einen weiteren Weltrekord vollzogen. Während des gesamten Stichtags wurden von den Besuchern an vier Nähmaschinen quadratisch zugeschnittene Stoffreste zusammengenäht. Am frühen Sonntagnachmittag türmte sich die so entstandene Kette bereits zu einem beachtlichen Berg unter dem Nähmaschinentisch auf und ein Ende war noch nicht in Sicht. Wie lang die Kette ist und ob es mit dem zweiten Weltrekord an diesem Stichtag klappt, wird dann am Montag von einem Notar festgestellt.

Stichtag und Handmademarkt in Hünfeld am Sonntag. Fotos: Jasha Günther