Nach mehreren Gläsern erfrischender Getränke und einem kühlen Eis bedankten sich die beiden Sprecher für den herzlichen Empfang bei der AWO in Fulda. Sieben Tage lang durchqueren die beiden SPDler das Land, um soziale Projekte kennenzulernen und so einen Überblick über das Angebot zu bekommen. Vom Angebot „Lohn und Brot“, das jungen Menschen hilft nach einem finanziellen, sozialen oder gesundheitlichen Niederschlag wieder in die Gesellschaft zu finden, und die damit zusammenhängende Fahrradwerkstatt der AWO, zeigten sich die beiden Politiker begeistert. „Das ist genau das, was es braucht“, lobte Ulloth: „Menschen, die anderen Menschen, die ins Straucheln geraten sind, helfen, wieder auf die Beine zu kommen.“ Er selbst sei Mitglied der AWO und habe bereits Erfahrung mit Integration und Hilfe zur Selbsthilfe gemacht, erklärte er weiter: „Deswegen finde ich das total toll, was ihr hier macht.“
Thema der siebentägigen Tour sei „Was bewegt Hessen“, führte Ziegler an und zeigte sich ebenfalls begeistert von „Lohn und Brot“: „Solche Projekte sind Vorzeigeprojekte“, stellte er fest. Verena Schulenberg, Mitgründerin des Projektes „Lohn und Brot“, gab den beiden Gästen einen Überblick über die Historie der AWO und dem Leitsatz des Projektes: „Unsere Losung war von Anfang an: ‚Du kannst etwas und wirst gebraucht‘.“ Die Initiative sei vor 26 Jahren ins Leben gerufen worden, um Menschen Resilienz, Eigenverantwortung und vor allem eine Perspektive zu geben, die sie eigentlich verloren hatten. Der Fokus liege vor allem auf dem ersten Hebel zur Wiedereingliederung in die Gesellschaft. „Hier geht es um grundlegende Sachen, wie pünktlich und regelmäßig da sein“, stellte sie klar: „Aber für jeden, der durch uns eine Ausbildung oder eine Arbeit findet, können wir uns auf die Schulter klopfen.“
Nach dem „offiziellen“ Teil durften die beiden radelnden Abgeordneten noch einmal die Einrichtung bei einem Rundgang kennenlernen, erfuhren vom Alltag in der Fahrradwerkstatt und dem Angebot hier in Fulda.
