In Hilders empfing Verwaltungsstellenleiter Torsten Raab die Delegation. Er berichtete über laufende Projekte, aktuelle Herausforderungen und künftige Perspektiven des länderübergreifenden Schutzgebiets. Das Zentrum des Biosphärenreservats ist seit fünf Jahren in Hilders untergebracht, nachdem der Standort im Groenhoff-Haus auf der Wasserkuppe aufgrund baulicher Mängel aufgegeben werden musste. Während die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden in Hilders nun sehr gut sind, fehlen dort die Besucher – ein wichtiger Faktor für die Vermittlung von Wissen und die Förderung des Naturtourismus. Daher soll auf der Wasserkuppe ein neues Informationszentrum entstehen.
Im weiteren Verlauf und nach einer Weiterfahrt auf die Wasserkuppe befasste sich die Fraktion mit der kürzlich unterzeichneten Absichtserklärung zum Bau dieses Zentrums. Die SPD begrüßt das Vorhaben grundsätzlich, sieht jedoch Klärungsbedarf, wie verbindlich die Zusagen tatsächlich sind und von welchem Zeithorizont man bis zu einer Realisierung ausgehen muss.
Bei der Besichtigung des Groenhoff-Areals zeigte sich, dass dort seit Jahren Stillstand herrscht, obwohl bereits mehrere Konzepte vorlagen. Die SPD-Kreistagsfraktion kritisierte das Land Hessen: „Es fehlt letztlich der politische Wille der Landesregierung, aus einem Schlüsselstandort ein attraktives, zukunftsfähiges Areal zu machen. Stattdessen lässt man eine so besondere Liegenschaft immer weiter verfallen“, so Fraktionsvorsitzender Michael Busold. Er bat die Landtagsabgeordnete Hartdegen, sich der Thematik anzunehmen.
Auch bei der anschließenden Begehung der Ladenstraße wurden deutliche Defizite sichtbar: veraltete Bausubstanz, ein wenig ansprechendes Gesamtbild und mangelnde Aufenthaltsqualität. Die SPD sieht hier weiterhin dringenden Handlungsbedarf und fordert, dass die bereits begonnenen Planungen nun zügig umgesetzt werden, um die Aufenthaltsqualität und Attraktivität des Bereichs endlich spürbar zu verbessern.
Am Ende der Tour zog Busold ein klares Fazit:
„Die Rhön ist eine der schönsten Regionen unseres Landes – doch viele Chancen bleiben leider noch ungenutzt.“
