„Wir haben uns wirklich gut verkauft“, betonte Schreiner nach der insgesamt vierten Saisonniederlage im neunten Spiel: „Es war ein enges Ding auf Augenhöhe. Bad Homburg hat den breiteren und tieferen Kader, womöglich hat das am Ende den Ausschlag gegeben.“ Nach einem vielversprechenden Start inklusive 6:0-Führung der Saints nach dem ersten Viertel kamen die Sentinels im zweiten Quarter immer besser rein ins Spiel, die ansonsten so sattelfeste Defense der Fuldaer bekam keinen richtigen Zugriff. „ Vor allem den Import-Running Back von Bad Homburg konnten wir zu selten stoppen“, analysierte Schreiner. Dazu hatte der Ligaprimus nach einigen Big Plays auch das Momentum auf seiner Seite. „Beim dritten Versuch mit noch 15 Yards zu gehen hat Bad Homburg beispielsweise zehn Yards gut gemacht, den vierten Versuch haben sie dann ausgespielt und sind zum Touchdown gelaufen“, sprach der General Manager ein solches Play im vorentscheidenden zweiten Viertel an.
Mit 0:20 ging das zweite Quarter also an die Gäste – allerdings schafften es die Fuldaer auch nach der Pause nicht mehr, den Schalter nochmal umzulegen. Bad Homburg gelang es, die eigene Offense möglichst lange auf dem Feld zu halten, die Saints kamen folglich nur noch wenig zum Zug. „Trotzdem bin ich mit der Leistung zufrieden. Es war ein faires Spiel mit wenig Strafen, und wir haben das ordentlich gemacht“, lobte Schreiner sein Team trotz der Niederlage, das übrigens auch von den Sentinels einige Lorbeeren erhielt: „Sie haben uns als bockstarkes Team gelobt, das sich als Aufsteiger bereits hervorragend in der Liga etabliert hat. Sowas vom Tabellenführer zu hören, ist natürlich auch schön.“
Für die Saints war es indes bereits das vorletzte Saisonspiel, tabellarisch geht es für Fulda um nicht mehr viel. Die letzte Partie gegen die Rüsselsheim Crusaders findet darüber hinaus erst in knapp einem Monat statt, sodass für Schreiner und Co. nun erstmal Regeneration auf dem Plan steht: „Wir machen jetzt erstmal zwei Wochen frei und dann bereiten wir uns auf Rüsselsheim vor“, erläuterte der GM abschließend den Fahrplan für die kommenden Wochen.
