Fußball 26.08.2025

Regionalliga – SGB mit Dreierkette zum ersten Sieg – Ardal wieder weg

Fulda (pf) – Endlich durfte die SG Barockstadt in der Fußball-Regionalliga Südwest etwas aufatmen: Dank des 4:2 bei Schott Mainz gab es die ersten Punkte nach einer eigentlich starken Vorbereitung, und prompt ließ die SGB erst einmal Teams wie den Gegner von Samstag, den kommenden Gegner Bahlingen oder Drittliga-Absteiger Sandhausen hinter sich – wenngleich die Tabelle noch wenig Aussagekraft hat. Mehr hatte dagegen der Auftritt der Fuldaer in Mainz-Mombach: Das Team spielte geduldig, gewissenhaft und besonders in Überzahl routinierter als noch in der Vorsaison.

Tim Korzuschek war auch in Mainz wieder einer der auffälligsten Fuldaer. Archivfoto: Natalia Lindt

Andreas Ardal (Mitte) spielt nicht mehr für die SG Barockstadt. Archivfoto: Jasha Günther

Ein Auf und Ab war das Spiel beim TSV Schott für die SG Barockstadt: Erneut vermeidbare Gegentore, diesmal ein Elfmeter für das eigene Team, und einen Platzverweis gegen den Gegner. Rückstand gedreht – erste Punkte geholt. „Am Ende überwiegt die Leistung“, findet Trainer Daniyel Cimen in der Nachbetrachtung, der lobt: „Wir haben wirklich ein sehr ordentliches und stabiles Auswärtsspiel gemacht. Stabil heißt, dass die Mannschaft in jeder Situation bei sich geblieben ist“. Auch nach den jeweiligen Gegentoren habe der Coach nicht das Gefühl gehabt, dass Mainz das Momentum an sich gerissen hätte oder mehr Druck aufgebaut habe.

Letztlich waren es vier Standards, die die Tore brachten, doch auch das gehört dazu: „Auch wenn dann die Standards sein mussten, hatten wir auch etwas größere Möglichkeiten aus dem Spiel heraus“. Doch mit großen und auch kleineren Rückschlägen konnte die SGB umgehen, und war natürlich nach dem Platzverweis im moralischen Vorteil – auch, weil direkt das 2:2 per Freistoß durch Campman fiel, der bis ins lange Eck reinrutschte. „Die Dinge sind zu unseren Gunsten gelaufen“, sagt Cimen, der auch eine kritische Situation von Hans Sarpei überstehen musste. Gelb vorbelastet fiel er erneut auf, Mainz forderte Gelb-Rot. Die gab es nicht, Cimen wechselte ihn aus. „Am Ende waren alle Entscheidungen vertretbar“, fand die Barockstadt – „aber sowas gleicht sich in einer Saison immer irgendwo aus“. Und die SGB spielte die Überzahl diesmal auch besser aus, als oft in der vergangenen Saison, wo sich Cimen an einige hektische Partien zurückerinnern kann.

Der Trainer hatte eine Dreierkette auf den Platz geschickt, während Aaron Frey nach Sperre wieder zurück kehrte. Grösch und Habermehl hätten es zuletzt auch „gut gemacht“, sagt Cimen, macht aber keinen Hehl daraus, „dass wir da für unsere Verhältnisse ein Luxusproblem haben“. So standen drei Innenverteidiger am Platz, von denen Besso gleich zu Beginn fast ein Eigentor erzielt hätte. „Wir mussten uns vielleicht erst etwas finden, aber haben dann Stabilität bekommen“. Außerdem spielte der Platz auf der Bezirkssportanlage eine Rolle, der noch etwas breiter als der ohnehin schon große Platz in der Johannisau sei.

Zum Personellen: Max Stadler fällt mit einem Bänderriss bekanntlich erstmal aus, er muss für knapp zwei Wochen einen Spezialschuh tragen. „Wir hoffen, dass er in zwei bis drei Wochen zumindest wieder soweit ist, dass er mit Aufbautraining beginnen kann“, sagt Cimen. Ein weiterer Offensiver, Tim Korzuschek, traf im zweiten Spiel in Serie und hatte in Mainz sogar noch mehr Möglichkeiten. „Er hat eine sehr gute Vorbereitung gespielt, ist dann schwierig reingekommen, aber hat sich von Spiel zu Spiel gesteigert“, lobt Cimen seine Nummer zehn, die an den meisten gefährlichen Offensivaktionen beteiligt war. „Wir wissen, dass wir mit ihm jemanden haben, der viele Positionen spielen kann“.

Nicht mehr in Fulda ist hingegen Andreas Ardal: Der Haaland-Verschnitt kam in der Sommerpause, um sich als Stürmer zu empfehlen. Es blieb aber bei Spielen in der U23, nun wurde der Vertrag wieder aufgelöst. Aus den Gesprächen heraus sei zu merken gewesen, „dass er schwer den Anschluss findet und sich nicht mehr zu 100 Prozent wohlgefühlt hat. Er hat mehr Zeit benötigt als gedacht“, sagt Cimen. Darüber sei offen und ehrlich gesprochen worden, nun kehrt Ardal nach Spanien in gewohntes Umfeld zurück – von dort kam er auch nach Deutschland.