Während Running Back-Legende Alexander Traber seine Schuhe nach dieser Saison wohl endgültig an den Nagel hängen wird, müssen die Saints auch einen Umbruch auf der wohl wichtigsten Position vollziehen: Quarterback Patrick Dendtler wird sich eine Auszeit nehmen und die Fuldaer verlassen – zumindest vorerst. „Er will etwas Abstand gewinnen, vielleicht erstmal auf Reisen gehen“, erklärt Schreiner und bedauert den Abgang seines Starting-QB´s: „Er ist das Herz der Mannschaft und deutschlandweit sicherlich einer der besten Quarterbacks. Dennoch habe ich die stille Hoffnung, dass er nach ein paar Monaten vielleicht wieder bei uns aufschlägt. Und die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.“ Die Suche nach einem adäquaten Ersatz sei laut Schreiner bereits fortgeschritten. „In trockenen Tüchern ist noch nichts, aber wir planen ja eigentlich bereits seit dem Stadion-Spiel gegen Kassel für die kommende Saison. Die Weichen für die Zukunft sind gestellt.“
Zuvor steht allerdings noch das Heimspiel gegen Rüsselsheim an – die Crusaders liegen aktuell auf Platz drei der Regionalliga-Tabelle, die Saints lauern direkt dahinter. Mit einem Sieg würden Schreiner und Co. an den Gästen vorbeiziehen und die Saison als Dritter beenden. „Das wäre schon cool, am Ende auf dem Treppchen zu stehen“, hofft Schreiner auf einen Erfolg und ist voller Vorfreude vor dem Saisonabschluss. „Es sind alle fit und motiviert. Auch Tight End Patrick Hofacker ist nach langer Verletzungspause wieder dabei und wird auch starten, genauso Wide Receiver Marius Rudolph. Wir können aus dem Vollen schöpfen und wollen die Saison mit einem Sieg beenden.“
Mit der ersten Spielzeit des Vereins in der Regionalliga ist der General Manager darüber hinaus hochzufrieden: „Wir haben allen gezeigt, dass wir keine Eintagsfliege sind und haben uns bombastisch in dieser Liga etabliert. Ich bin deswegen stolz auf jeden einzelnen, ob Spieler, Coaches, Fans, Sponsoren oder Helfer an der Sideline. Das ist eine unglaubliche Entwicklung, die wir als Fulda Saints in den vergangenen Jahren genommen haben.“ Immerhin sei der Verein nach dem Start in den Spielbetrieb vor über zehn Jahren in der untersten Liga das schlechteste Team gewesen. „Da hat sich jeder noch gefreut, gegen Fulda zu spielen, weil das garantierte Punkte waren. Wir sind aber stetig gewachsen, haben uns gefestigt und jetzt hat man uns auch überregional auf dem Schirm“, erklärt Schreiner abschließend.
