„Es war das erwartete Spiel – zu Saisonbeginn weißt du nicht so wirklich, wo du stehst“, sagt Trainer Daniyel Cimen einen Tag nach der Auftaktniederlage. Entsprechend verhalten war der Auftritt noch in Hälfte eins, wenngleich die Stabilität gegeben war: Hinten bekam das Innenverteidiger-Duo Besso und Frey den Vorzug vor Kapitän Grösch: „Sie waren einfach nach der Vorbereitung diese Nasenspitze vorne“, erklärt Cimen die Entscheidung, die „keine leichte“ sei, den Kapitän auf der Bank zu belassen.
Bitter verlief der Nachmittag später für Aaron Frey, der den Elfmeter zum 0:1 verursacht hatte. „Eigentlich war es ein typisches Unentschieden-Spiel, sofern nichts Unerwartetes passiert“, bedauert Cimen: „Das ist uns leider dann passiert. Insgesamt haben wir defensiv über weite Strecken einen guten Job gemacht, man muss aber auch sagen, dass wir dann nach vorne nicht mehr die eine zwingende Chance hatten, den Ausgleich noch zu machen“.
Halbchancen, gute Aktionen im Ansatz – aber noch nicht viel mehr. Die Idee war erkennbar, die Umsetzung aber gegen einen guten Gegner erschwert, so Cimen. „Natürlich können wir es auch besser und haben Luft nach oben. Aber da gehört auch immer der Gegner dazu. Es war insgesamt ein Spiel, in dem auf beiden Seiten nicht viel zugelassen wurde. Das heißt nicht immer, dass die Offensiven nichts auf die Reihe bekommen haben“.
Vier Neue waren bei der SGB in der Startelf: Im Tor bekam Justin Duda den Vorzug vor Samuel Zapico – diese Entscheidung traf Torwarttrainer Witold Sabela im Vorfeld. In der Zentrale zahlte Nicola Köhler das Vertrauen zurück, das er nach starken Testspiel-Leistungen gegen Magdeburg und Schweinfurt bekam. Pietro Besso war in der Viererkette ebenfalls engagiert, während Nick Berger rechts außen hoch und runterlief. „Er hatte auch ordentliche Auftritte, wir erhoffen uns von ihm, dass er neue Situationen und Chancen kreiert, und mit seinem starken linken Fuß torgefährlich sein kann“, sagt Cimen. Eine starke Vorbereitung spielte außerdem Tim Korzuschek, der wenig überraschend in der Anfangself stand, seinen Lohn aber mit dem Pfostentreffer verpasste. Angeschlagen ging niemand aus der Partie, sodass Cimen in der neuen Trainingswoche alle Mann beisammenhat. Auch Keeper Diamantidis und Stürmer Ardal, die am Sonntag in der U23 spielten. „Da haben wir die Spielpraxis im Vordergrund gesehen“, merkt Cimen an.
Etwas ärgerlich war für den Verein die Sonntags-Ansetzung, die von der Liga mit möglichen Kollisionen unterschiedlicher Fan-Gruppierungen mit den Anhängern der Stuttgarter Kickers begründet wurde. Letztlich fanden bei Regenwetter immerhin offiziell 1580 Zuschauer den Weg in die Johannisau – das nächste Heimspiel ist wieder samstags (16. August), wenn Balingen kommt. Vorher geht es für die SGB nach Trier.
