Fußball 13.08.2025

Regionalliga – Frustration bei der SG Barockstadt nach dem Fehlstart

Fulda (pf) – Frustration nach dem 2:3 in Trier: Die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz legte einen Fehlstart in der Fußball-Regionalliga Südwest hin, verbesserte sich am zweiten Spieltag zwar offensiv, kassierte dafür aber zu einfach Gegentore und hatte das Pech etwas am Schuh kleben. Nun muss auch noch Aaron Frey ein Spiel gesperrt aussetzen.

Zwei Spiele, null Punkte: Leon Pomnitz und die SG Barockstadt hatten sich den Saisonstart anders vorgestellt. Foto: Natalia Lindt

Beim 2:3 wollte Trainer Daniyel Cimen seiner Hintermannschaft keinen Vorwurf machen: Mateo Biondic traf den Ball wunderbar und entschied das Spiel mit einem Sonntagsschuss. Ihn und Damjan Marceta, der in der Woche zuvor zweimal in Haiger traf, hatte die SGB-Defensive weitgehend gut im Griff. Das Innenverteidiger-Duo Aaron Frey und Pietro Besso, das erneut den Vorzug vor Kapitän Marius Grösch bekam, war gut im Spiel.

Frey wurde dann jedoch erneut zum Unglücksraben: Gegen die Stuttgarter Kickers verursachte er den Elfer zum 0:1-Endstand, nun gab es Gelb-Rot – was Trainer Cimen jedoch zumindest zum Teil nicht verstehen konnte: Die erste Gelbe sah der Innenverteidiger beim Elfmeter der Eintracht zum 2:2. „Er hat wohl beim Schiri nachgefragt, ob der Ball auch den Punkt berührt, weil er sehr weit vorne lag. Das hatte der Schiedsrichter als Grund gesehen, Gelb zu geben. Völlig unnötig“, hadert Cimen, der dann beim Foul von Frey nach gut einer Stunde reagieren musste. Beide Innenverteidiger der SGB waren bereits zur Pause vorbelastet, der Trainer war das Risiko aber eingegangen und erklärt: „Wir hatten beim Schiedsrichter gefragt, ob es bei beiden dunkelgelb ist und sie mit der nächsten Aktion gefährdet wären. Das hat er verneint, aber darauf hingewiesen, dass es bei einer gelbwürdigen Aktion natürlich so kommen könnte“. Bei der Gelb-Roten Karte selbst sei den Gästen jedoch unklar gewesen, ob Freys Aktion überhaupt ein Foul war.

Doch Cimen legt den Finger auch in die eigenen Wunden: „Wir müssen uns selbst das eine oder andre ankreiden“. Beispielsweise das 0:1, erneut ein „zu einfaches Gegentor, das nicht passieren darf“. Nach eigenem Eckball wurde die SGB ausgekontert, stoppte den Angriff zweimal nicht, hinten ließ sich Arlind Iljazi mit einer leichten Bewegung täuschen und aus der Mitte rückte niemand heraus. „Das ist dann schade, weil es in Spiel nach vorne eine deutliche Steigerung war und insgesamt von der Art und Weise her, ein guter Auftritt von uns“, so Cimen.

Was dem Coach nicht gefiel, war wiederum die Phase nach dem Seitenwechsel: Mit dem 2:2-Ausgleich beschäftigte sich sein Team noch auf dem Platz, obwohl in der Pause Zeit dafür war. Der Elfer selbst war ebenfalls höchst strittig, die SGB fand in der Analyse „keine Kamera-Einstellung, die zeigte, dass der Ball zuerst an die Hand geht“. Vielmehr traf die Kugel Hans Nunoo Sarpei in den Rippen, der in der Halbzeit kurz behandelt werden musste. Danach sei der Ball womöglich an den Arm gesprungen – strafbar oder nicht, ist dann eine andere Frage. „Das war natürlich doppelt ärgerlich“, bedauert Cimen, der aber auch ehrlich anfügt: „Am Ende gehört es dazu, solche Entscheidungen abzuschütteln. Daraus müssen wir lernen“. Obendrein hatte Pietro Besso wohl zuvor schon Glück, keinen Handelfmeter gegen sich zu bekommen.

Neue Woche, neues Glück: Die SGB will nun fokussiert auf das Heimspiel gegen die TSG Balingen hinarbeiten, wo es Punkte geben soll. Max Stadler, der am Wochenende wegen eines angeschwollenen Knöchels pausieren musste, soll langsam wieder einsteigen. Ansonsten hat Cimen den Kader beisammen.