„Beim letzten Mal haben wir Gemüsebrühe mit Nudeln und Tomatensoße gekocht. Davor gab es Johannisbeermarmelade mit frischem Baguette. Damals waren jeweils rund 20 Kinder dabei“, erinnert sich Jahn. Für Küchenleiter Julian Elm ist das Ziel dieser Aktionen klar: „Wir wollen Kinder und Familien zusammenbringen und Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Behinderung selbstverständlich werden lassen.“
Die vergangenen Angebote seien stets ausgebucht gewesen, und gerade die Gastronomie biete großes Potenzial. In der Küche vor Ort arbeiten auch Mitarbeiter mit Handicap mit – für die Kinder völlig selbstverständlich. Organisatorin Doris Bayer betonte, dass das Pizzabacken nur eines von vielen Angeboten für Familien ist. Jeden Dienstag gibt es ein offenes Programm ohne Anmeldung, daneben Veranstaltungen, zu denen sich angemeldet werden kann. Das Pizzaback-Angebot war für alle Altersgruppen offen.
In den vergangenen Monaten konnten Kinder und Familien unter anderem töpfern, Keramik bemalen, Kräuterkästen gestalten, Insektenhotels bauen, Bogenschießen ausprobieren, Osterkörbe basteln, filzen oder Marionetten herstellen. Ab Herbst kommen wieder Lagerfeuernachmittage dazu. Das Pizzabacken kostet zehn Euro pro Pizza, alle Zutaten sind im Preis enthalten.
Seit September ist Bayer eigens dafür angestellt, neue Kinder- und Familienangebote zu entwickeln. „Früher gab es bei Antonius keine speziellen Angebote für Kinder. Jetzt haben wir etwa drei Aktionen pro Woche zu familienfreundlichen Preisen. Besonders schön finde ich die Spontanität der offenen Angebote – man weiß nie, wer kommt, und es entstehen Freundschaften. Ich arbeite sehr gerne mit Menschen zusammen, und da ich selbst vier Kinder habe, weiß ich, wie wertvoll solche Gelegenheiten sind.“ Mit viel Herzblut, Kreativität und Offenheit sorgt das Team von antonius dafür, dass Kinder und Familien gemeinsam Neues erleben – und dabei spielerisch Barrieren überwinden.
