Lokales FD 09.08.2025

Open-Air-Kino: 700 Zuschauer beim Wiesenflimmern – Fotos

Niederrode (jah) – Entspannte Atmosphäre, kühle Getränke, Livemusik und dabei noch beste Unterhaltung auf der Leinwand: Der Auftakt des Filmfestivals Wiesenflimmern lockte am Freitagabend wieder zahlreiche Besucher an die Streuobstwiese nach Niederrode. Zum bereits sechsten Mal luden die Organisatoren Christoph Jestädt, Ronja Hemm und Christoph Malkmus zum Open-Air-Kino ein, diesmal unter dem Motto „bittersüß“.

Die Organisatoren Christoph Jestädt, Ronja Hemm und Christoph Malkmus (v.l.n.r.) konnten mit dem Auftakt des Wiesenflimmerns bereits mehr als zufrieden sein. Foto: Janosch Hensel

Die Organisatoren Christoph Jestädt, Ronja Hemm und Christoph Malkmus (v.l.n.r.) konnten mit dem Auftakt des Wiesenflimmerns bereits mehr als zufrieden sein. Foto: Janosch Hensel

Bei herrlichem Wetter startete das Wiesenflimmern am Freitagabend traditionell mit einigen, preisgekrönten Kurzfilmen. „Das sind eher unbekannte Filmtitel und eben keine Blockbuster, viele haben sich noch gar nicht mit Kurzfilmen beschäftigt“, betonte Ronja Hemm. „Deswegen ist es schön, dass wir diesen Filmen hier auf der Streuobstwiese eine Plattform bieten können.“

Das Besondere: Wie bereits in den Vorjahren erhielten die Besucher im Eingangsbereich einen Zettel und wurden nach der Vorstellung zur Abstimmung gebeten, welchen Filmtitel sie für den Besten hielten. „Da verleihen wir auch wieder einen Filmemacherpreis. Das Produktionsteam des besten Films wird ausgezeichnet und erhält 300 Euro“, erklärte Christoph Malkmus: „In den vergangenen Jahren waren auch immer wieder einige Filmemacher hier vor Ort.“ Das sei bei der sechsten Auflage des Wiesenflimmerns diesmal nicht der Fall, was aber auch an der Internationalität der Filmtitel liege: „Das sind nicht nur Kurzfilme aus Deutschland, sondern aus vielen verschiedenen Ländern. Genretechnisch ist da von Animation über Spielfilme und Dokumentationen alles dabei“, klärte Hemm auf. Für die musikalische Unterhaltung war am Freitagabend der Leverkusener Sänger Franklin zuständig, der im weiteren Verlauf außerdem den Gewinner des Filmemacherpreises bekanntgab.

Doch nicht nur auf der Leinwand bekamen die Besucher einiges geboten, die Organisatoren wuchsen wieder einmal über sich hinaus: Zahlreiche kulinarische Highlights erwarteten die rund 700 Gäste. Leckeres, regionales Essen vom Rhönhof Wingenfeld aus Hofbieber-Wiesen, dem Restaurant Ritter oder dem Rotary Club Fulda, dazu eine bunte Getränkeauswahl von Wiesenkiez. „Regionalität und Nachhaltigkeit sind uns da besonders wichtig“, betonte Initiator Christoph Jestädt: „Das macht auch so ein bisschen den Flair der Streuobstwiese aus. Man kann viel über Diversität reden, aber wenn man erstmal hier in dem Ambiente unter den illuminierten Bäumen sitzt, bei leckerem Essen, kühlen Getränken und sich entspannt einen Film anschaut, macht es das nochmal greifbarer, warum das Ganze überhaupt schützenswert ist.“

Auch aus diesem Grund ist das Programm des Filmfestivals in diesem Jahr wieder vielfältig: Am Samstagnachmittag beispielsweise öffnet die Streuobstwiese bereits ab 14 Uhr ihre Pforten, vor allem für die Kinder: Bevor im weiteren Verlauf der Kinderanimationsfilm „Alles steht Kopf 2“ gezeigt wird, können die Kleinsten das Areal spielerisch erkunden und so bereits im frühen Alter selbstständig feststellen, welch wichtige Bedeutung die Umwelt hat. Kinderschminken und Sackhüpfen sind nur einige der zahlreichen Möglichkeiten, bei denen sich die Kinder austoben können. Ab 17 Uhr sorgt dann die Liveband Dreiklang inklusive Unterstützung für Unterhaltung, bevor um 20 Uhr die Dramödie „Ladybird“ gezeigt wird, ein preisgekrönter Film über die Herausforderungen des Erwachsenwerdens mit allen Höhen und Tiefen der ersten Liebe und des sich Abnabelns von der eigenen Familie. Anschließend strahlen die Bäume auf der Streuobstwiese, es gibt weitere Live-Musik und die Möglichkeit, bei leckerem Essen und Trinken die Filme Revue passieren zu lassen oder auf der Tanzwiese einen schönen Abend zu verbringen.

Wiesenflimmern auf der Streuobstwiese in Niederrode. Fotos: Thomas Däullary, Janosch Hensel