Trotz regnerischem Wetter zog es einige Besucher zum Backhausfest. Vor dem Backhaus tummelten sich Jung und Alt mit Regenschirmen bewaffnet, um hautnah beim Rhöner-Rekord dabei zu sein. Mehr als drei Stunden Arbeit hatten in der Vorbereitung des längsten Rhöner Ploatz gesteckt, die Vorarbeiten zuhause ausgenommen. „Ohne unsere Frauen wäre das so nicht möglich gewesen“, lobte und bedankte sich Ortsvorsteher Klaus Hahner bei den Helfern. Mit einer Länge von 2,94 Metern stellte das Backhaus-Team aus Niederbieber den Rekord von Melpers ein. Das Dorf aus Thüringen ließ es sich nicht nehmen und fuhr mit 20 Mann aus dem eigenen Backhaus-Team mit dem Bus in den etwa 37 Kilometer entfernten Hofbieberer Ortsteil, um selbst „Maß anzulegen“. Mit einem lachenden, aber auch weinenden Auge überreichte Manuel Tügend aus Melpers den Niederbieberer den Wanderpokal. „Wir freuen uns, dass sich nach über elf Monaten jemand dem Rekord angenommen hat“, sagte Tügend. Ob die Thüringer ihren eigen aufgestellten Rekord wieder zurückholen wollen, ließ er offen. „Wir haben zwar etwas Puffer und könnten bei aller Not bis auf drei Meter rankommen. Wir schauen mal, ob wir das toppen können“, schmunzelte Tügend.
Nach dem offiziellen Teil stand dem Verzehr nichts mehr im Wege. Die vielen Besucher tummelten sich an den Verkaufsstand, um ein Stück des längsten Rhöner Ploatz zu bekommen. Zur musikalischen Unterhaltung spielte der Musikverein Biebergrund.
