An beiden Standorten Blankenau und Hainzell war der Schulbetrieb eingestellt worden und die Schülerinnen und Schüler wurden der Grundschule in Hosenfeld zugewiesen, die vom Landkreis Fulda als Schulträger umgebaut und erweitert wurde. Die Gemeindevertretung hatte sich in ihrer Sitzung im Juli einstimmig für die Rückübertragung der Schulliegenschaften in Hainzell und Blankenau vom Landkreis Fulda auf die Gemeinde Hosenfeld ausgesprochen. Der Beschluss sei einstimmig gewesen, so der Rathauschef. Gemäß des Hessischen Schulgesetzes habe der Landkreis Fulda der Gemeinde Hosenfeld als früherem Träger die entschädigungsfreie Rückübertragung angeboten. „Eine Ausnahme bilden die nachträglich vom Landkreis errichteten Anlagen – die Turnhalle und die Photovoltaik-Dachanlage –, für die der Landkreis noch eine Entschädigung verlangt, da diese nicht von der gesetzlichen Regelung (kostenfreie Rückübertragung) erfasst werden“, erklärt Malolepszy. Mit insgesamt 60.000 Euro Kosten rechnet die Gemeinde. Der Restwert der Turnhalle werde derzeit noch bestimmt, werde aber 50.000 Euro nicht übersteigen, die Photovoltaik-Anlage sei auf etwa 10.000 Euro geschätzt worden. „Dieser Finanzbedarf soll im nächsten Jahr im Haushaltsplan der Gemeinde Hosenfeld aufgenommen werden“, erläutert der Bürgermeister weiter.
Wie die Liegenschaften künftig genutzt werden sollen, steht noch nicht fest, Ideen gibt es aber. „Es gibt noch keine genauen Pläne. Da im Bereich der Kinderbetreuung Bedarf an zusätzlichen Räumen besteht, wird geprüft, ob dort eine Außenstelle des Kindergartens Hainzell eingerichtet werden könnte“, berichtet der Bürgermeister. Die Turnhalle bei der Liegenschaft in Hainzell werde – wie bisher – von den örtlichen Vereinen weiter genutzt und gegebenenfalls künftig tagsüber auch vom Kindergarten Hainzell. „Ein Klassenraum im Nebengebäude wird bereits von der Geschichtswerkstatt Hainzell genutzt“, führt der Bürgermeister weiter aus.
Die Gebäude befänden sich – abgesehen von der Außentoilette des Nebengebäudes in Hainzell – in „einem tadellosen und gepflegten Zustand“, lobt der Rathauschef: „Es gibt noch keine Sanierungspläne. Diese werden erst erarbeitet, sobald die Nutzungsart feststeht.“ Auch ein Datum für die Rückübertragen der Liegenschaften an die Gemeinde sei noch nicht festgelegt, wahrscheinlich soll es aber der 1. Januar 2026 werden.
