Den Auftakt machte die Wehrführerin Natalie Sommer, die die Gäste herzlich begrüßte und den Weg zum neuen Fahrzeug schilderte. Sie sprach von einem „kleinen Fahrzeug“, das für Dorfborn aber ein „großer Meilenstein“ sei. Besonders hob sie die Verdienste ihres Vorgängers Tobias Weß hervor, der die Weichen für die Anschaffung gestellt habe. Das neue Fahrzeug stehe nicht nur für moderne Technik, sondern auch für die Zukunft des Dorfes. „Wir fühlen uns jetzt wie eine richtige Feuerwehr – mit 1000 Litern Wasser an Bord können wir auch eigenständig ausrücken“, so Sommer.
Die anwesende Jugendfeuerwehr erhielt für ihren starken Auftritt extra Applaus. Anschließend segneten Pfarrer Holger Biehn und Pfarrer Dr. Dagobert Vonderau sowohl Fahrzeug als auch Halle. In ihrer Ansprache dankten sie den Feuerwehrleuten auch für das geduldige Warten auf Einsätze, was die Freizeit der Freiwilligen einschränkt. Architekt Frank Neumann erklärte in seinem Grußwort die Herausforderungen beim Bau: Vorschriften über Vorschriften hätten eingehalten werden müssen, Mindestabstände seien vorgegeben gewesen. Die 77 Quadratmeter große Systemhalle sei aber nun ein funktionaler und zentraler Standort, ergänzt um einen Sozial- und Umkleidecontainer mit weiteren 30 Quadratmetern.
Gemeindebrandinspektor Nils Waschke bezeichnete die Anschaffung als „Quantensprung“ für die kleinste Feuerwehr im Landkreis Fulda. „Das neue Fahrzeug ist ein echter Anker fürs Dorf“, sagte er. Dinge, die früher fehlten – wie Servolenkung, Automatikgetriebe oder Druckluftgeräte – seien jetzt selbstverständlich. Zugleich rief er die Dorfbewohner auf, sich in der Feuerwehr zu engagieren: „Kommt alle in die Feuerwehr, damit sie weiter besteht.“ Auch Steffen Hohmann vom Fachdienst Gefahrenabwehr, Landrat Bernd Woide, Ortsvorsteher Manfred Apel, Bürgermeister Heiko Stolz und Landtagsabgeordneter Sebastian Müller überbrachten ihre Glückwünsche. Alle Redner betonten die Bedeutung des Ehrenamts und die enge Verbundenheit der Feuerwehr mit der Dorfgemeinschaft. Bürgermeister Stolz erinnerte daran, dass die Gemeinde mit viel Einsatz „die Kuh vom Eis geholt“ habe, um Fahrzeug und Halle möglich zu machen. Auch Vize-Landrat Frederik Schmitt schaute beim freudigen Ereignis im 600-Seelen-Ort vorbei.
Nach der symbolischen Schlüsselübergabe folgte der Auftritt der „Feuerwehr-Funken“, die für gute Stimmung sorgten. Mit Blick auf das 90-jährige Jubiläum der Dorfborner Wehr – die einst mit einem kleinen Anhänger hinter dem Traktor begann – war der Tenor des Tages klar: Technik und Ausstattung haben sich enorm weiterentwickelt, die Kameradschaft ist jedoch das, was die Feuerwehr unverändert stark macht. Wehrführerin Natalie Sommer fasste den Tag schließlich mit einem Satz zusammen, der ihr besonders wichtig ist: „Feuerwehr ist und bleibt das geilste Hobby der Welt.“
