Beide Teams konnten ihren Saisonauftakt souverän gestalten: Hosenfeld setzte sich deutlich mit 5:0 gegen den SV Welkers durch, während Rückers mit einem 4:1-Erfolg über Rothemann ebenfalls ein Ausrufezeichen gelang. Nun treffen zwei formstarke Mannschaften aufeinander – und beide wollen eine Serie starten. Hosenfelds Coach Christian Müller blickt mit Spannung und Respekt aufs Duell: „Im letzten Spiel gegen Welkers sind wir nicht gut reingekommen, aber der Gegner hat dann nachgelassen und wir haben unseren Rhythmus gefunden.“ Gegen Rückers will der Trainer nun „mit dem gleichen Prinzip“ antreten, doch Müller weiß genau um die Stärken seines Ex-Klubs: „Rückers hat dieses Jahr ganz andere Ambitionen als wir. Die sind auf vielen Positionen verdammt gut besetzt und haben dazu noch eine enorme Breite im Kader.“
Trotzdem glaubt der Hosenfelder Trainer an sein junges, einheimisch geprägtes Team: „Wir haben einen neuen Weg eingeschlagen – mit vielen Einheimischen und jungen Spielern. Das bedeutet, dass wir manchmal noch etwas grün hinter den Ohren sind, aber wir haben auf jeden Fall genug Qualität, um gewinnen zu wollen.“ Auch emotional ist das Spiel für Müller etwas Besonderes: „Ich hatte eine tolle Zeit in Rückers, es hat immer viel Spaß gemacht.“ Und obwohl er sich freut, bekannte Gesichter wiederzusehen, stellt er klar: „Ich gönne es Rückers, wenn sie es in dieser Saison schaffen sollten – die Punkte dürfen sie aber auf jeden Fall gerne in anderen Spielen holen.“ Dass sich sein Ex-Verein nochmal gezielt verstärkt hat, besonders in der Spitze mit Spielertrainer Dominik Oelschläger, ist Müller nicht entgangen: „Da ist jetzt noch mehr Qualität da. Dennoch weiß ich auch, worauf ich achten muss gegen die Jungs – und werde mein Team bestmöglich vorbereiten.“
Auf der Gegenseite gibt sich Rückers-Coach Oelschläger ebenfalls fokussiert, will aber nichts von einem „Topspiel“ hören: „Nach einem Spieltag ist die Tabelle genauso wenig aussagekräftig wie vor der Saison.“ Dennoch ist er zufrieden mit dem Start: „In der ersten Halbzeit gegen Rothemann haben wir sehr gut gespielt, in der zweiten etwas nachgelassen. Aber insgesamt bin ich absolut zufrieden.“ Für das Spiel in Hosenfeld fordert Oelschläger von seiner Mannschaft Konzentration über die gesamte Spielzeit: „Wir müssen 90 Minuten lang – oder solange, bis der Schiedsrichter abpfeift – voll da sein. Hosenfeld wird uns alles abverlangen wollen, da dürfen wir uns keine Nachlässigkeiten erlauben.“
Auch wenn noch früh in der Saison, steht für beide Teams schon jetzt viel auf dem Spiel – nicht nur sportlich, sondern auch emotional. Die Zuschauer in Hosenfeld können sich auf ein intensives Duell am Sonntag freuen.
Intensiv wird es auch auf den anderen Plätzen: Schon am Freitag eröffnen Gundhelm/Hutten und Bellings/Hohenzell den zweiten Spieltag, die Gäste kommen mit dem Kantersieg gegen Flieden im Rücken, Gundhelm/Hutten legte gegen Lütter aber einen ebenso erfolgreichen Start hin. Die TSG hat nun die nächste Mammutaufgabe vor sich und reist zum Titelkandidaten SG Huttengrund, während Gemeinde-Rivale Kerzell in Weyhers die ersten Punkte aufs Tableau bringen will (nach dem Punktabzug und mit dem Auftaktsieg steht die Helvetia bei null). Das Duell Rothemann gegen Mittelkalbach verspricht beispielsweise ebenso viel Spannung.
Kreisoberliga Süd
Freitag
19 Uhr
Gundhelm/Hutten – Bellings/Hohenzell (in Hutten)
Sonntag
15 Uhr
Rothemann – Mittelkalbach
Löschenrod – Lauter
Weyhers – Kerzell
Grimmstadt – Schmalnau/Hettenhausen (in Kressenbach)
Huttengrund – Lütter (in Eckardroth)
Welkers – Flieden II
Hosenfeld – Rückers
