Die Gastgeber gehen mit viel Rückenwind in das Doppelprogramm. Nach einem etwas holprigen Start mit vier Punkten aus drei Spielen holte Wölf am vergangenen Wochenende zwei Siege: Einem 1:0 gegen Rotenburg/Lispenhausen folgte ein klarer 6:0-Erfolg über Weiterode, davor hatte der SVW 100 Jahre Vereinsgeschichte gefeiert. Entsprechend erfreulich liefen die vergangenen Tage. „Wir standen defensiv endlich stabil – das hat uns vorher gefehlt“, erklärt Spielertrainer Marko Madzar. Die Euphorie wird jedoch etwas gebremst: Der Coach selbst wird am Wochenende fehlen, nachdem er gegen Rotenburg die Rote Karte sah – seine erste in zehn Jahren im Fußball in Deutschland. „Passiert“, meint er mit einem Schmunzeln.
Am Freitag um 19 Uhr wartet mit der SG Praforst ein angeschlagener Gegner: Der Aufsteiger kassierte zuletzt zwei deutliche Niederlagen – 0:2 gegen Hohe Luft und 0:7 gegen Eiterfeld/Leimbach II. „Gerade am Sonntag haben wir es dem Gegner zu leicht gemacht, wir haben die Grundtugenden des Fußballs vermissen lassen“, ärgert sich Praforsts Trainer Steffen König im Nachhinein. Er hofft, dass seine Mannschaft nun besser in der Liga angekommen ist: „Wölf ist ein robustes, eingespieltes Team. Das wird schwer, aber mit einem Punkt könnten wir leben.“
Am Sonntag um 15 Uhr kommt es dann zum echten Härtetest für die Heimelf: Mit Blau-Weiß Großentaft stellt sich der Tabellenführer in Wölf vor. Der zweite Aufsteiger der Liga hat bislang eine beeindruckende Bilanz vorzuweisen: Vier Siege, ein Remis, 15:4 Tore. Auch Großentaft holte am vergangenen Wochenende die volle Ausbeute: 2:1 gegen Bebra und 4:0 gegen Mitaufsteiger Philippsthal.
Wölf-Trainer Madzar hebt warnend den Finger: „Großentaft performt als Aufsteiger bislang richtig stark – Respekt. Die haben ein paar richtig gute Jungs. Das wird kein Selbstläufer.“ Persönlich freut er sich auf das Treffen mit Trainerkollege Patrick Lesser – beide kennen sich noch aus Bachrain. Die Marschroute für das Wochenende ist klar: „Sechs Punkte wären natürlich top, mit vier könnte ich auch leben. Aber zu Hause wollen wir alles raushauen.“
Der Spieltag wird abgerundet durch zahlreiche weitere Begegnungen, unter anderem zwischen dem Zweiten Dittlofrod/Körnbach und dem Sechsten aus Philippsthal, sowie dem ersten Spiel von BW Großentaft bereits am Freitag gegen die SG Rotenburg/Lispenhausen, die gut aus den Startlöchern kam. Mit Weiterode und Praforst treffen dann am Sonntag noch zwei Teams aufeinander, die zuletzt heftige Packungen kassierten.
Kreisoberliga Nord
Freitag
19 Uhr
Wölf – Praforst
Friedewald/Ausbach – Hohe Luft (in Friedewald)
Haunetal – Hünfelder SV II (in Wehrda)
Großentaft – Rotenburg/Lispenhausen
Sonntag
15 Uhr
Hohe Luft – Kiebitzgrund/Rothenkirchen
Wölf – Großentaft
Weiterode – Praforst
Eiterfeld/Leimbach II – Rotenburg/Lispenhausen (in Leimbach)
Friedewald/Ausbach – SV Steinbach II (in Ausbach)
Jossatal – Bebra (in Niederjossa)
Dittlofrod/Körnbach – Philippsthal
