Die Aufsteiger Praforst, Philippsthal, Großentaft sowie der Hünfelder SV II als umgruppierte Mannschaft aus der KOL Mitte, dazu Bebra als Absteiger aus der Gruppenliga: In der KOL Nord wurde das Feld etwas durchgemischt, dazu sind natürlich gestandene Teams sowie diejenigen dabei, die sich im Vorjahr retten konnten.
„Die, die vorne mitgespielt haben, wollen es mit aller Macht wieder“, schätzt Thomas Reith, Trainer der FSG Kiebitzgrund/Rothenkirchen, die Lage an der Spitze ein: Seine FSG hat sich in den vergangenen beiden Jahren in den Top Fünf etabliert, will die Bälle aber zunächst flach halten. „Ziel ist immer, besser zu sein als im Jahr davor. Aber dass das absolut schwer wird, steht auf einem anderen Blatt. Die Klasse hat sich unwahrscheinlich gemacht, ist sehr ausgeglichen und stark geworden“, findet Reith.
Viele dürften sich fragen, ob die SG Dittlofrod/Körnbach nach der Relegations-Teilnahme und dem späten K.o. im Aufstiegsfinale gegen Thalau wieder ganz vorne dabei ist – schließlich musste der Titelkandidat jüngst den Trainer wechseln und geht mit dem ein oder anderen Fragezeichen in die Runde. Die FSG Bebra spielte derweil eine starke Vorbereitung unter dem neuen Coach Maik Leidorf und preschte ins Kreispokal-Finale vor – auch den Gruppenliga-Aufsteiger haben die Fans sicher auf der Rechnung. Friedewald/Ausbach als Dritter des Vorjahres dürfte ebenfalls einiges vorhaben – die erste Standortbestimmung wartet direkt am Sonntag in Dittlofrod.
„Und die Aufsteiger sind keine Aufsteiger in dem Sinne“, sagt Kiebitzgrund/Rothenkirchens Reith noch dazu. Alle drei – Praforst, Großentaft und Philippsthal – spielten in den A-Ligen bombastische Runden und durften verdient hoch. Bei Blau-Weiß Großentaft feierten bekanntlich viele Ex-Hessen- und Verbandsligaspieler den Aufstieg mit, entsprechend könnte der Neuling überraschen. Doch Spielertrainer Patrick Lesser bremst erstmal: „Wir freuen uns einfach darauf und haben echt Bock. Wir wollen erstmal alles mitnehmen – ob Derbys oder nicht“. Knapp Wochen Pause machten die Blau-Weißen nach der Relegation, ehe die Vorbereitung in vier knackigen Wochen durchgezogen wurde. „Natürlich hatten wir hier und da Urlauber, aber wir haben durch die kürzere Pause auch nicht so viel Saft verloren“, sagt Lesser, der mit Danu Bojii, Tobias Witzel und Ivan Lovakovic drei hochkarätige Neuzugänge begrüßen konnte. „Es wird drei, vier Spiele noch dauern, bis sich alles eingefunden hat“, meint der Coach. Das Saisonziel beim Aufsteiger laute zunächst mal, „Punkte zu sammeln, sodass wir mit unten nichts zu tun haben und nicht in diesen Strudel reinkommen“. Lesser sieht die Qualität in seiner Mannschaft, den Abstieg im ersten Jahr zu vermeiden – dennoch weiß er auch um das Tempo in der höheren Spielklasse, „und dass gerade unsere Einheimischen noch keine Erfahrung in der Kreisoberliga haben. Da werden wir uns reinfinden“. Am Sonntag startet Großentaft gegen Steinbach II – direkt ein schwer einzuschätzender Gegner, der an guten Tagen sehr gefährlich werden könne.
Beim Aufsteiger aus dem Kreis Hersfeld – dem VfL Philippsthal – ist die Vorfreude ebenfalls groß. Trainer Markus Ruppel kennt die KOL Nord aus Hohenrodaer Zeiten noch in- und auswendig und freut sich vor dem Auftaktspiel bei der SG Haunetal besonders, dass es in Sachen Jugendarbeit im Verein vorwärtsgeht: „Wir haben eine A-, B- und C-Jungend, mit um die 20 Spieler pro Team“. Einige A-Junioren seien bereits für die Herren spielberechtigt. Der VfL wolle dennoch „erstmal in der Liga ankommen“, wobei Ruppel seinem Team einen Mittelfeldplatz zutraut und offen sagt: „Letztes Jahr waren wir schon mal unterfordert“.
Hünfeld II und Praforst haben ihr Auftaktspiel in den Oktober verlegt und dürfen noch eine Woche zuschauen, ebenso wie die spielfreie FSG Jossatal. Dafür warten weitere heiße Duelle wie das Samstagsspiel Wölf gegen Kiebitzgrund/Rothenkirchen.
Kreisoberliga Nord
Samstag
17 Uhr
Wölf – Kiebitzgrund/Rothenkirchen
Sonntag
15 Uhr
Hohe Luft – Rotenburg/Lispenhausen
Großentaft – SV Steinbach II
Weiterode – Gudegrund
Eiterfeld/Leimbach II – Bebra (in Leimbach)
Haunetal – Philippsthal (in Wehrda)
Dittlofrod/Körnbach – Friedewald/Ausbach
