In Philippsthal hat der VfL als Aufsteiger gleich zwei Heimspiele vor der Brust. Am Freitag kommt die Hünfelder Reserve, am Sonntag gar der aktuelle Tabellenführer aus Großentaft – eine Begegnung, die laut den Trainern auf Augenhöhe stattfinden dürfte. Philippsthal steht nach vier Spielen mit zwei Siegen und einer knapp positiven Tordifferenz solide da. Trainer Markus Ruppel zeigt sich vor dem Heimspielwochenende optimistisch: „Wir haben eine junge Truppe, zuhause sind wir schwer zu schlagen. Wichtig ist, dass wir diesmal von Anfang an wach sind – das war zuletzt unser Problem.“ Trotz fehlender Stammspieler sei der Kader breit genug, um konkurrenzfähig zu bleiben. Dass seine Mannschaft als Aufsteiger mutig auftritt, sieht Ruppel als klares Zeichen für die Entwicklung: „Wir versuchen auch in der Offensive kontrolliert zu spielen. Jedes Spiel ist anders – aber wir sind bereit.“
Auf der Gegenseite will Großentaft seine starke Serie fortsetzen. Drei Siege, ein Remis und Platz eins sprechen für einen gelungenen Saisonstart, auch wenn Coach Patrick Lesser mit Blick auf die Belastung warnt: „Der August ist natürlich hart – da kann es auch schnell wieder in die andere Richtung gehen. Aber aktuell läuft es richtig gut.“ Gegen Philippsthal will Großentaft aus einer stabilen Defensive heraus agieren und vorne gezielt zuschlagen. „Wir müssen jedes Mal ans Limit gehen, aber wenn wir unser Spiel auf den Platz bringen, können wir jeden schlagen“, so Lesser, der betont, dass Konstanz und ein gesunder Kader entscheidend für die Platzierung ganz oben sein werden. Am Freitag hat Blau-Weiß derweil spielfrei.
Gruppenliga-Absteiger gegen Vizemeister
Nicht weniger interessant ist das Duell in Bebra am Sonntag, wo die heimische FSG um 15.15 Uhr auf die SG Dittlofrod/Körnbach trifft. Beide Teams gehören zum Favoritenkreis und trennen vor dem Spieltag nur ein Punkt. Maik Leidorf, Trainer der Gastgeber, formuliert das Ziel klar: „Wir wollen am Wochenende sechs Punkte holen“ Die Leistung seiner Mannschaft stimme ihn zuversichtlich, auch wenn die Chancenverwertung noch Luft nach oben lässt: „Wir müssen uns mehr Großchancen erspielen. Wenn wir unser Spiel durchbringen, sind wir schwer zu schlagen.“ Am Freitag ist die FSG erstmal bei Kiebitzgrund/Rothenkrichen zu Gast und will sich auch etwas Frust nach dem ärgerlichen Zustandekommen der Niederlage in Großentaft von der Seele schießen.
Auch Gästetrainer Detlef Pabst sieht seine Mannschaft auf einem guten Weg. Nach einem durchwachsenen Start habe die Mannschaft sich wieder stabilisiert und Gudegrund mit 7:0 abgeschossen, auch personell sieht es wieder besser aus: „Ich habe die Mannschaft weitestgehend komplett zur Verfügung, und wir wollen unser Spiel durchbringen. Bebra ist gut, aber das Spiel wird auf Augenhöhe sein.“ Für ihn sei die Defensive entscheidend: „Wir müssen unsere Fehler abstellen, dann bin ich mit vier Punkten aus dem Wochenende zufrieden.“ Schon am Freitag spielt die SGDK zuhause gegen Jossatal.
Am Freitagabend wird der Doppel-Spieltag unter anderem noch mit den Partien Hohe Luft gegen Praforst, Weiterode gegen Friedewald/Ausbach, Eiterfeld/Leimbach II gegen Steinbach II und Haunetal gegen Gudegrund eröffnet.
Der erste Anpfiff ertönt aber um 18.30 Uhr bei Rotenburg/Lispenhausen gegen den SV Wölf: Während die Gastgeber mit zwei Siegen aus drei Spielen gut da stehen und ihre starke Frühform bestätigen wollen, wartet Wölf noch immer auf den ersten Saisonsieg. Ein Punkt aus zwei Spielen und lediglich ein erzieltes Tor zeigen, dass das Team aktuell im unteren Tabellenbereich festhängt. Für Wölf geht es bereits früh in der Saison darum, den Anschluss nicht zu verlieren.
Am Sonntag folgen ab 15 Uhr weitere hochinteressante Paarungen. Nach vier Spieltagen beginnt sich die Tabelle langsam zu sortieren – erste Trends werden sichtbar, andere Teams schielen noch auf ihren ersten Sieg. Die SG Praforst hat beispielsweise erst ein Spiel absolviert, aber dieses gewonnen. Die Zuschauer dürfen sich auf ein intensives und richtungsweisendes Fußballwochenende freuen.
Kreisoberliga Nord
Freitag
18.30 Uhr
Rotenburg/Lispenhausen – Wölf (in Rotenburg)
18.45 Uhr
Hohe Luft – Praforst
19 Uhr
Weiterode – Friedewald/Ausbach
Eiterfeld/Leimbach II – SV Steinbach II (in Leimbach)
Haunetal – Gudegrund (in Wehrda)
Kiebitzgrund/Rothenkirchen – Bebra (in Langenschwarz)
Philippsthal – Hünfelder SV II
Dittlofrod/Körnbach – Jossatal
Sonntag
15 Uhr
Wölf – Weiterode
Philippsthal – Großentaft
Rotenburg/Lispenhausen – Haunetal (in Lispenhausen)
Praforst – Eiterfeld/Leimbach II (in Sargenzell)
15.15 Uhr
Bebra – Dittlofrod/Körnbach
16 Uhr
Gudegrund – Jossatal (in Niedergude)
