Aufsteiger fordert Spitzenreiter
Ein Derby mit Kracher-Potenzial steigt am Sonntag (16 Uhr) am Sportfest in Haimbach: HSV-Trainer Adrian Giemza erwartet Marko Karamatic und seine Borussia. Nachdem die Haimbacher am vergangenen Wochenende ein 1:3-Rückstand gegen Müs egalisierten und sich den ersten Punkt in der noch jungen Saison erkämpfen konnten, zeigt sich der Coach für die Zukunft positiv gestimmt. „Das tut uns mal gut, nach den ersten beiden Spielen. Gegen Müs hat man gemerkt, dass wir den Respekt abgelegt haben und ordentlich mitgehalten haben“, so Giemza. Eine ähnliche Einstellung verlangt er am Sonntag gegen Tabellenführer Borussia Fulda. Gerade der kleine Platz in Haimbach könne zum Vorteil werden. „Wir müssen genauso wieder Müs in die Zweikämpfe gehen und ordentlich stehen. Wir dürfen Borussia nicht spielen lassen“, erklärt Giemza. Sollten sich die Gäste in ein Rausch spielen, seien sie nur noch schwer aufzuhalten. „Jeder erwartet, dass Borussia gewinnt. Wir wollen trotzdem unsere Leistungen bringen“. Die diesjährige KOL Mitte sei sehr ausgeglichen, dies zeigen besonders die vergangenen Ergebnisse. „Jeder kann jeden schlagen“. Große Motivationsreden muss Giemza nicht halten. „Die Jungs werden motiviert sein und die Hütte wird voll. Die Zuschauer in Haimbach sind dabei, auch wenn es mal nicht läuft“, freut er sich über die Unterstützung im Ort.
Auch sein Gegenüber Marko Karamatic freut sich auf das Stadtduell vor hoffentlich toller Kulisse: „Auf solche Derbys fiebern wir hin. Darauf freuen sich die Jungs am meisten“, erklärt er. Der Saisonstart verlief für die Borussen wie am Schnürchen. Nach vier Spieltagen steht Karamatic mit seinem Team auf der Tabellenspitze, alle Spiele wurden gewonnen. Dementsprechend sei die Stimmung innerhalb der Mannschaft top. „Wir haben uns vorgenommen, gut reinzukommen. Das ein oder andere knappe Spiel haben wir in schon geholt – etwas, was wir letztes Jahr nicht getan haben“, freut sich der Coach. „Das ist der Weg, den wir eingeschlagen haben. Den müssen wir aber noch lange weitergehen“. Am Sonntag erwartet Karamatic ein schweres Derby. Gerade das jüngste Ergebnis gebe dem HSV ein Moralschub. „Nach 1:3 noch 3:3 zu spielen, musst du in Müs erstmal schaffen“. Der Coach kann sich noch sehr gut an das erste KOL-Jahr mit seinen Borussen erinnern: „Als Aufsteiger willst du gut reinstarten“. Daher erwartet Karamatic vor einer guten Kulisse auf dem Sportfest alles andere als ein einfaches Spiel. „Derbys schreiben ihre eigenen Gesetze“.
Mentalität in Horas – FT unter Zugzwang
Bei den Turnern treffen am Freitag zwei Welten aufeinander: Horas konnte sich nach dem Gruppenliga-Abstieg fangen und steht mit neun Punkten auf Tabellenplatz drei. „Es hätte mehr drin sein können, es hätte aber auch schlechter sein können“, zeigt sich FVH-Coach Michael Finke zufrieden mit der bisherigen Ausbeute. Der Saisonauftakt verlief für FT nach der verlorenen Relegation wiederum anders als erwartet. Derzeit wartet das Team von Spielertrainer Julian Rohde noch gänzlich auf Punkte. Gerade deswegen warnt Finke vor den Hausherren. „Für FT ist das Spiel richtungsweisend, wie alle Spiele. Ich glaube, dass wir sehr viel Fußball sehen werden“, so der Gäste-Trainer. Neben einem fußballerischen Leckerbissen geht Finke aber auch von einer hohen Mentalität und Siegeswillen der Turner aus. „Die Zweikämpfe werden hart geführt“. Seine Jungs motivieren muss er beim Stadt-Kracher allerdings nicht. „Die Jungs sind heiß, die Mentalität passt von vorne bis hinten“. An den kleinen Baustellen aus den ersten Ligaspielen möchte der Coach in den kommenden Wochen noch arbeiten. Für am Freitagabend muss Finke lediglich auf den gesperrten Amir Remic verzichten.
FSG erwischt Top-Start
Einen Saisonstart nach Maß erlebte die FSG Dipperz/Dirlos mit Neu-Trainer Timo Hasenauer. An vier Spieltagen konnte die FSG neun Punkte einfahren und steht damit erstmal auf Rang zwei. Der Grund für die Situation sei einfach: „Wir sind als Mannschaft enger zusammengerückt, sowohl die erste als auch die zweite Mannschaft“, erklärt der Coach. Zudem ziehen die Spieler mit, was dazu führe, dass Dipperz/Dirlos die engen Spiele eher für sich entscheiden könne. Dennoch tritt Hasenauer etwas auf die Euphorie-Bremse. „Einige Spiele hätten auch anders laufen können. Wir genießen den Moment, die Saison geht aber noch lange“. Am Samstag steht das nächste Derby an. Dabei geht es nach Edelzell zur SGEE. Hasenauer erwartet ein Duell auf Augenhöhe und schiebt die Favoritenrolle trotz besserer Tabellenkonstellation den Hausherren zu. „Derbys haben immer eigene Gesetze. Da spielt das, was vorher war, keine Rolle“, so Hasenauer, der das Momentum mitnehmen möchte. Personell könne er aus dem Vollen schöpfen. „Aktuell haben wir weniger Urlauber. So konnten wir uns ein Vorteil verschaffen, da wir immer von der Bank nachlegen konnten“. Die vergangenen Spiele wurden beispielsweise auch aufgrund von Einwechslungen entschieden. „Das ist derzeit unser Trumpf“.
Los geht der Freitagabend bereits mit dem Duell Bachrain gegen Schlitzerland um 18.30 Uhr, dazu spielt die FSG Dipperz/Dirlos zum Auftakt ins Wochenende gegen Petersberg und die Borussen gegen Marbach/Dietershan. Am Sonntag geht es mit vollem Programm weiter: Auch das Germanen-Duell Fulda gegen Müs oder das Rhön-Duell Reulbach/Brand gegen Hilders/Simmershausen versprechen viel Spannung.
Kreisoberliga Mitte
Freitag
18.30 Uhr
Bachrain – Schlitzerland
19 Uhr
FT Fulda – Horas
Borussia Fulda – Marbach/Dietershan
Dipperz/Dirlos – Petersberg (in Dipperz)
Sonntag
14 Uhr
Edelzell/Engelhelms – Dipperz/Dirlos (in Edelzell)
15 Uhr
Horas – Bachrain
Germania Fulda – Müs
Pilgerzell – Marbach/Dietershan
Petersberg – Ehrenberg
Schlitzerland – FT Fulda (in Queck)
16 Uhr
Haimbacher SV – Borussia Fulda
17 Uhr
Reulbach/Brand – Hilders/Simmershausen (in Brand)
