Lokales FD 14.08.2025

Kätzchen im Steinbruch ausgesetzt – Tierschutzvereine am Limit

Ufhausen (pm/fp) – Drei abgemagerte, kranke Kätzchen wurden am 13.August im Steinbruch Ufhausen gefunden und dem Tierschutzverein Hünfeld Stadt und Land übergeben. Die zwei kleinen Kater und die Kätzin wiegen nur etwa die Hälfte von dem, was für ihr Alter normal wäre. Alle drei zeigen Symptome von Katzenschnupfen und sind zutraulich – sie kennen Menschen.

Fotos: Tierschutzverein Hünfeld Stadt und Land e.V.

Für den Tierschutzverein Hünfeld Stadt und Land steht fest: Diese Kätzchen wurden mutwillig im abgelegenen Steinbruch ausgesetzt und damit ihrem sicheren Tod überlassen. „Wir haben Anzeige gegen Unbekannt erstattet, da Aussetzen einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz Artikel 3 darstellt“, gibt Charlotte Bein, Zweite Vorsitzende des Tierschutzvereins, bekannt.

Dieser Fall sei leider kein Einzelfall – er zeige, wie dramatisch die Lage aktuell sei, stellt sie heraus. Tierschutzvereine und Tierheime in der Region seien am absoluten Limit. „Die Zahl der Fund- und Streunerkatzen explodiert, Pflegestellen sind überfüllt, die finanziellen, personellen und ehrenamtlichen Kapazitäten erschöpft“, beklagt sie. Ursache seien in den allermeisten Fällen die unkontrollierte Vermehrung unkastrierter Katzen. „Und jetzt, wo unsere Kräfte ohnehin bis zum Zerreißen angespannt sind, werden auch noch Tiere absichtlich ausgesetzt“, sagt sie weiter: „Dieses Leid ist vermeidbar – durch eine konsequente und flächendeckende Kastrations- und Kennzeichnungspflicht in den Gemeinde des Landkreis Fulda. Genau dafür kämpfen wir seit Jahren.“

Der Verein appelliert dringend an alle Bürger, zur Aufklärung des Falles beizutragen: „Wer Hinweise zu den ausgesetzten Kitten aus Ufhausen hat, wendet sich bitte an die Polizeistation Hünfeld oder direkt an den Tierschutzverein Hünfeld Stadt und Land. Jede Information kann helfen.“

Nur gemeinsam könne verhindert werden, dass sich solche tragischen Fälle immer wiederholen, fügt die Zweite Vorsitzende an: „Wir bitten alle Bürger ihre Augen nicht vor Tierleid zu verschließen und laut zu sein für die, die keine Stimme haben.“