Versprochen waren „vier Tage voller Wanderspaß, Naturgenuss und Heimatfest“ in einem Programmheft mit fast 50 Punkten, darunter 15 geführte Wandertouren. Dazu kamen schon ab Freitag weitere Wanderungen außerhalb des Wandertages wie eine Sternenwanderung zum Winzerhof Heckenmühle, Party und Live-Musik sowohl auf dem Rathausplatz als auch im Weindorf, der traditionelle Lampionumzug am Samstagabend und viele weitere Punkte. Am Sonntag hatte die Verwaltungsstelle vom Biosphärenreservat, die am Ende des stehenden Festzugs, gleich hinter einem Korbflechter und einem Drechsler, zu finden war, zu einem großen Tag der offenen Tür geladen. Mit einer Prognose auch für Montag schätzte Beatrice Achenbach aus der Gemeindeverwaltung Hilders die gesamten Besucher auf 10.000, davon 6000 am Sonntag.
Am Sonntagnachmittag wurde dann der Wanderstab für den nächsten Ausrichter weitergereicht – an Antje Meier von der Rhön GmbH. Fest steht nur das es kommendes Jahr in den bayrischen Teil der Rhön nach Unterfranken geht. Im nächsten Jahr feiert der Hochrhöner als 175 Kilometer langer Premiumwanderweg quer durch die Rhön sein 20-jähriges Bestehen, wie Meier erläuterte: „Deshalb soll er im Mittelpunkt des Wandertags stehen. Wo genau er stattfindet steht noch nicht fest. Vielleicht werden auch mehrere Gemeinden Ausrichter.“ Sie versprach: „Wir werden euch in der nächsten Zeit in einem Spannungsbogen mitnehmen.
Für den diesjährigen Wandertag waren alle voll des Lobs. Sebastian Müller (MdL) lobte die „tolle Veranstaltung“: „Hier wird präsentiert, was Heimat ausmacht – das ist Landschaft, Kulinarik und Heimatliebe. In Hilders wurde der gesamte Ort zum Festort gemacht.“ Torsten Raab, Leiter vom hessischen Teil des Biosphärenreservats, lobte auch besonders den ausrichtenden Rhönklub Hilders für den Wandertag: „Ihr habt hier wirklich mit Herzblut gearbeitet.“ Landrat Bernd Woide war ebenso voll des Lobs: „Heimat ist, wo ich mich auskenne, mich zu Hause fühle. Und sich auszukennen ist wandern da – um Heimatgefühl zu schaffen. Oft wird erzählt, wie schön es ist, in den Metropolen zu leben. Das Gegenteil ist der Fall – hier in Hilders gibt es Heimat und Zusammenhalt.“
Bürgermeister Ronny Günkel war zufrieden mit dem Fest, wobei der Wandertag gewonnen habe durch die Synergieeffekte mit dem Heimatfest. Als Einzelereignis sei ein Fest dieser Größenordnung nicht leistbar gewesen: Wir haben vielen Menschen zeigen können, wie wunderschön unsere Heimat, Hilders, die Rhön und das Ulstertal, ist. Die haben auch gesehen, wie gastfreundlich wir sind und was wir kulinarisch zu bieten haben und wie schön wir feiern können. Das kommt, dass wir ein Riesenglück mit dem Wetter hatten.“ Sein persönlicher Favorit bei den Wanderungen sei der Premiumwanderweg „Der Hilderser“ gewesen. Es komme aber immer auf den Geschmack des Einzelnen an und mit einer Esel- und Lamawanderung, der Weinbergführung, der Yogawanderung und der Historischen Wanderung sei für jeden etwas dabei gewesen: „Ma kann immer wandern gehen, es hat mit einem Wanderführer aber eine andere Qualität. Auch habe Sachen erfahren, die ich so nicht wusste.“
Ebenfalls sehr zufrieden zeigten sich Elmar Herget vom Biosphärenreservat über den Verlauf: „Wir sind sehr zufrieden. Die Verwaltungsstelle wurde endlich wahrgenommen – bisher wussten selbst einige Hilderser nicht, wo sie sich befindet. Heute hat es überraschend gut geklappt, sie, auch mit ihren Dauerausstellungen und dem Angebot besonders für Kinder, bekannt zu machen.“ Er hofft, denn Schwung dieses Tages jetzt für die Zukunft mitnehmen zu können: „Es lohnt sich immer die Verwaltungsstelle zu besuchen. Unser Haus steht jedem offen und es wird immer wieder neues geboten.“
