Fußball 02.08.2025

Hessenliga – Trägler-Doppelpack: HSV nutzt KSV-Startschwierigkeiten

Hünfeld (pf) – Der Hünfelder SV hat als erstes Team drei Punkte in der Fußball-Hessenliga-Saison gesammelt: In einem rassigen Auftaktspiel musste sich der KSV Baunatal auf der Rhönkampfbahn am Freitag mit 1:3 (1:1) geschlagen geben – es jubelte schließlich das Team, dass die Fehler des Gegners besser ausnutzte (update).

Umkämpft war es: Der Hünfelder SV startete mit einem Sieg gegen Baunatal in die Hessenliga-Saison 2025/26. Foto: Justin Klenner

„Gerade beim ersten Spiel nimmt man sich natürlich einiges vor. Umso bitterer ist es dann, wenn du mit einer Niederlage nach Hause fährst“, sagte Baunatals Trainer Tobias Nebe nach der Partie, und wusste bereits genau, woran es haperte: „Es war insgesamt schon zerfahren, mit Fehlern auf beiden Seiten. Unsere Fehler wurden eiskalt bestraft, aber wir haben es nicht geschafft, die Fehler von Hünfeld genauso ausnutzen“.

Trotz einiger Ausfälle wie Maximilian Fröhlich oder Luca Uth spielte der Hünfelder SV eine starke Anfangsphase und ging verdient früh in Führung: Max Vogler konnte KSV-Keeper Berger ausspielen und einschieben. Völlig unnötig aus Hünfelder Sicht – und etwas glücklich aus Baunataler Sicht – dann zehn Minuten später das 1:1: Joans Springer bekam einen eigentlich ungefährlichen Ball in der Gefahrenzone, HSV-Schlussmann Jannis Maul bekam noch den Tunnel.

„Das 1:0 hat uns nicht so die Sicherheit gegeben, es war dann intensiv, mit vielen langen Bällen, was Baunatal mehr in die Karten gespielt hat“, analysierte Hünfelds Trainer Johannes Helmke. Es war temporeich, aber auch hitzig. Viele Kleinigkeiten pfiff Schiri Jäschke ab, andere Aktionen ließ er laufen. Auf Hünfelder Seite erwischte es dann Neuzugang Witkowski etwas härter, der aber weiter machen konnte. Er hatte früh im Spiel sein erstes Hessenliga-Tor für den HSV verpasst, zeigte ansonsten aber einen guten Auftritt. Auf Baunataler Seite war ebenfalls der eine oder andere Neue mit dabei, denen Nebe gute Fitness nach der Vorbereitung bescheinigte.

Mit Petr Paliatka jr. trat dann nach dem Seitenwechsel ein zweiter HSV-Neuzugang auf den Plan: Per Kopf legte er Marcel Träglers 2:1 auf, der danach zum Matchwinner aufstieg: Nach einem Freistoß von Leon Zöll 20 Minuten danach hatte Jonas Simon das Auge für Trägler, der diesmal mit einem Kopfball das 3:1 nachlegte. „Wir konnten spielerisch nachlegen und haben dann schöne Tore gemacht“, war Helmke zufrieden mit dem zweiten Durchgang – und mit seinen Neuzugängen.

Beide Teams hatten in Hälfte zwei fleißig durchgewechselt – Baunatal versuchte, von außen zu reagieren. Doch näher war hintenraus eher noch der Hünfelder SV am 4:1, als die Nordhessen am Anschlusstreffer. „Natürlich haben wir alles probiert, um zumindest einen Punkt mitzunehmen. Wir haben dann nochmal auf zwei Spitzen umgestellt, aber entsprechend hinten ein, zwei Konter zugelassen“, sagte Nebe. Es sollte allerdings nichts mehr passieren, und so jubelte der HSV über den Auftaktsieg, während Baunatal mit dem Heimspiel gegen Fernwald vor der Brust auf den nächsten Brocken schaut. Nach und nach hofft der Trainer aber zumindest darauf, dass die Langzeitverletzten wieder zu alter Stärke finden: Bei Mike Feigenspan und Egli Milloshaj reichte es zum Liga-Start zumindest für 20 beziehungsweise 35 Minuten.

Hünfelder SV: Maul; Kemmerzell, Zöll, Dücker, Vogler (81. Häuser), Paliatka jr. (88. Witte), Witkowski (64. Kassa), Simon (85. Kocak), Gadermann, Zentgraf, Trägler (90.+4 Herr).

KSV Baunatal: Berger; Schneider, Kohlstädt, Kahraman, Springer (83. Endres), Blahout, Anic (55. Milloshaj), Borgardt, Krengel, Porada (72. Feigenspan), Babic (61. Akman).

Schiedsrichter: Jannis Jäschke (SG Nieder-Roden)

Tore: 1:0 Max Vogler (11.), 1:1 Jonas Springer (22.), 2:1 Marcel Trägler (51.), 3:1 Marcel Trägler (71.)

Zuschauer: 400