Hünfelds Trainer Johannes Helmke hat allen Grund zum Strahlen: Neun Punkte aus drei Spielen, 11:3 Tore. Während andere Titelkandidaten straucheln und erst einen oder noch gar keinen Sieg holten, grüßt der HSV – als einziges Team mit Eddersheim – mit einer makellosen Bilanz. „Wir haben nichts zu verlieren und einfach eine riesige Vorfreude“, berichtet Helmke mit Blick auf das Wochenende: „Wir sind im Flow, und den wollen wir gerne beibehalten. Wobei mit Fernwald sicher nochmal eine andere Hausnummer wartet, als in den bisherigen drei Spielen“.
Nach dem 6:1 beim CSC am Sonntag absolvierten die Hünfelder eine Stabi-Einheit zu Wochenbeginn, ehe intensive Vorbereitung auf das Fernwald-Spiel folgte. Dafür kann der Coach wieder auf Aaron Gadermann bauen, ansonsten dürfte sich im Kader wenig ändern. Und Freitags-Erfahrung sammelte Hünfeld auch schon, nämlich beim 3:1-Auftaktsieg gegen Baunatal. „Freitagabendspiele sind immer was Besonderes, das ist einfach geil bei uns auf der Rhönkampfbahn“, frohlockt der Trainer. Und Fernwald als Meister sei „ein weiterer Grund, neben unserem Start, zu kommen“. Die Videoanalyse ist auch abgeschlossen, doch auch ohne sei dem HSV bewusst, „dass Fernwald nicht zu Unrecht Meister geworden ist und die Mannschaft zusammengehalten hat. Mit Hofmann haben sie einen außergewöhnlichen Spieler, der die Fäden zieht, und eine starke Offensive“, sagt Helmke, der fordert: „Wir brauchen wieder diese Intensität und Emotionalität auf dem Platz, um zu bestehen. Aber motivieren muss man niemanden nach diesem Start“.
Der FSV war unter der Woche im Einsatz und verbuchte ein 1:1 gegen Waldgirmes – es traf der von Helmke angesprochene Ex-Barockstädter Johannes Hofmann. „Kein gutes Spiel von uns“, befand Meister-Trainer Daniel Steuernagel. Davor gab es ein 5:0 gegen Marburg, bei dem sich der FSV effektiv vor der Kiste zeigte, davor aber wiederum zwei Auftaktpleiten gegen Stadtallendorf (0:2) und in Baunatal (1:2) trotz spielerischer Überlegenheit. Vorfreude herrscht dennoch auch bei den Mittelhessen auf das Duell: „Wenn du viel spielst, kannst du vieles auch in die richtige Richtung lenken“, sagt Steuernagel, der den HSV schon beim Auftaktsieg gegen Baunatal beobachtet hatte: „Für mich ist das gar nicht überraschend, ich fand sie letzte Saison schon gut, und jetzt haben sie viele interessante Spieler dazubekommen. Aber man darf es auch nicht überbewerten“. Für den Fernwald-Coach sei die Tabelle nach gut zehn Spieltagen aussagekräftig – und bis dahin kann sich noch einiges tun. Yu Ataka ist noch verletzt, ansonsten bleibt der Kader des FSV unverändert. Steuernagel kommt außerdem mit „guten Erinnerungen“ nach Hünfeld: Das 1:0 im Mai dieses Jahres sei ein „wichtiges Spiel für die spätere Meisterschaft“ gewesen. Doch die Vorzeichen sind nun wieder andre: „Hünfeld ist sehr gut drauf und Marcel Trägler ist in seinem x-ten Frühling“, schmunzelt der Gäste-Trainer: „Das wird spannend, und wir müssen zulegen“.
Hessenliga
Freitag
18.30 Uhr
Hünfelder SV – Fernwald
Samstag
14 Uhr
Stadtallendorf – Eddersheim
FC Gießen – Darmstadt 98 U21
14.30 Uhr
Baunatal – TuBa Pohlheim
15 Uhr
Weidenhausen – Hummetroth
VfB Marburg – Hanauer FC
15.30 Uhr
Waldgirmes – Eintracht Frankfurt U21
Sonntag
15 Uhr
SC Hanau – Türk Gücü Friedberg
15.30 Uhr
Walldorf – CSC Kassel
