Es war eine lange und intensive Sommervorbereitung, entsprechend bekam die Hünfelder Mannschaft nach dem Auftaktsieg vergangenen Freitag gegen Baunatal ein Wochenende frei. Doch ausgeruht wird sich auf dem ersten Erfolg keinesfalls, schließlich zeigt die Hessenliga Jahr für Jahr, dass zu Saisonbeginn so viele Punkte wie möglich zu holen, am Ende richtig viel wert sein kann. „Wir trainieren diese Woche sehr ordentlich“, gibt Trainer Johannes Helmke zu Protokoll, und hat bis auf den noch angeschlagenen Luca Uth die Qual der Wahl, was den Kader angeht. Auch Maximilian Fröhlich ist wieder zurück.
Zwei, die am ersten Spieltag gewonnen haben, treffen in Marburg aufeinander: Der HSV schlug Baunatal mit 3:1, Marburg gewann sogar auswärts beim Aufsteiger CSC Kassel nach einem frühen und einem späten Treffer. „In erster Linie wollen wir schon bei uns bleiben“, meint Helmke, und fügt an, „dass wir spielerische Mittel finden wollen. Mehr als vor allem in der ersten Halbzeit gegen Baunatal. Aber es ist auch von anderen Faktoren abhängig, welche Mittel sonst nötig sind“.
Auch auswärts will der HSV gewinnen, so viel ist klar. Eine kleine Negativ-Serie gilt es aber, zu brechen: Bei beiden Gastspielen in den vergangenen Jahren gab es nichts zu holen (1:2 und 0:3). Überhaupt gewann seit Marburgs Aufstieg 2023 immer die Heimmannschaft diesen Vergleich. „Wir wollen schauen, dass wir das dieses Jahr mal auswärts hinbekommen“, macht Helmke daher klar. Beim VfB laufen den Hünfeldern auch wieder die Ex-Barockstädter Jonas Pfalz und Kristian Gaudermann über den Weg, Letzterer ist mittlerweile Kapitän der Mittelhessen, die im Sommer einen großen Umbruch einleiteten: 15 Spieler sind neu im Kader, ebenso viele haben die Universitätsstadt aber auch verlassen.
