Und dieser Sieg war insgesamt auch verdient, weil die Hausherren die Tore zur richtigen Zeit machten und mit den rutschigen Platzverhältnissen etwas besser zurechtkamen. Von der stabilen Schlüchterner Defensive aus der Vorsaison war hingegen wenig zu sehen. „Offensiv war das gut von uns“, freute sich Trainer Sascha Fiedler nach seinem ersten Sieg als EES-Coach.
Mit Jonathan Heils Führung ging der Abend aber für Schlüchtern eigentlich gut los: Nach einer Ecke stand Heil richtig, während Fiedler haderte: „Wir haben da nicht gut geklärt, irgendwie landet der Ball dann am zweiten Pfosten. Vorher waren wir gut im Spiel – aber die Jungs haben das Gegentor sehr gut geschluckt“.
Dann drehte Jonas Jakob auf: Erst gleich er per Elfmeter aus – mittlerweile schien auch wieder die Sonne in Eckweisbach – und noch vor der Pause landete Jakobs Distanzschuss aus 18 Metern in den Maschen. „Da knallt er das Ding in den Winkel, das war für uns draußen dann eine Erleichterung“, dachte Fiedler vor dem Halbzeitpfiff: „Wir wussten, dass der Gegner dann mit Wut aus der Kabine kommen wird“. Schlüchterns Trainer Andreas Drews wiederum haderte, „dass wir die Führung mit individuellen Fehlern hergeschenkt haben“.
Doch auch die Bemühungen der Schlüchterner nach dem Seitenwechsel fingen die Gastgeber erstmal ab und Jakob legte sogar noch einen drauf – auch beim 3:1 ließ er seine Klasse nochmal aufblitzen. Mit dem Treffer war aber die Vorentscheidung noch nicht gefallen: Schlüchtern kam zurück, Lars Jordan verkürzte gut 25 Minuten vor dem Ende und sorgte für einen spannenden Abend. „Da hätte es in die andere Richtung kippen können“, musste Fiedler feststellen.
Wenig später sorgte Julius Brehl für den 4:2-Endstand, in der Entstehung war einmal mehr der starke Noah Neubauer beteiligt, der „überragende Wege in die Tiefe und viel Geschwindigkeit“ mitbrachte, lobte sein Trainer. Ganz vorbei war es dann aber immer noch nicht: Schlüchtern machte das vermeintliche 3:4, was wegen Abseits aber nicht zählte – Heil haderte damit und sah anschließend Gelb-Rot. „Wenn der Schiri pfeift, wird es so gewesen sein“, akzeptierte Drews die Entscheidung und analysierte: „Elters hat gefühlt fünfmal aufs Tor geschossen und viermal getroffen. Es war auf Messers Schneide, aber wir waren leider abschlussschwach“. Gerätselt hatten alle Beteiligten übrigens, wann Schlüchtern zuletzt vier Gegentore kassierte: Es war im April dieses Jahres – kurioserweise auch ein 2:4 gegen die Dreier-SG.
Elters/Eckw./Schw: Stark; Pomnitz, Flügel, Riedl, Zehner, N. Neubauer, S. Neubauer, D. Golbach, Jakob, H.Golbach, Göbel.
Schlüchtern: Zarnack; Bojnec, Heuschkel, Gärtner, Berkel, Rumpeltes, Qamar, Heil, Efremov, Mahamud, Löser.
Schiedsrichter: Sören Glock (JFV Ulfetal-Weiterode)
Tore: 0:1 Jonathan Heil (10.), 1:1 Jonas Jakob (20, Handelfmeter), 2:1 Jonas Jakob (43.), 3:1 Jonas Jakob (53.), 3:2 Lars Jordan (64.), 4:2 Julius Brehl (74.)
Zuschauer: 150
Gelb-Rote Karte: Jonathan Heil (Schlüchtern, 80.)
