Rund 6,55 Millionen Euro soll das neue Feuerwehrgebäude in Tann kosten. Mit dem Neubau werden fünf verschiedene Wehren aus den umliegenden Orten vereint und erhielten dadurch einen zentralen Standort, um für Sicherheit in der Stadt Tann sorgen zu können, so der Rathauschef. Damit werde gleichzeitig auch ein Gebäude geschaffen, dass an die Herausforderungen der modernen Zeit perfekt ausgerüstet sei, erklärte Gelbe und lobte abschließend: „Es hat wirklich Spaß gemacht, das Projekt wachsen zu sehen. Ich danke allen Baubeteiligten für die tatkräftige Unterstützung.“
Auch Ex-Bürgermeister Mario Dänner, der bereits bei der Planung 2025 mit dabei gewesen ist, zeigte sich überzeugt von der Wirksamkeit des neuen Feuerwehrhauses: „Der Standort am Kuhleich ist perfekt für die Kollegen von der Feuerwehr, um schnell an jedem Einsatzort zu sein.“ Das Gebäude sei neben einer Wäscherei, einer Werkstätte, einem Bereich für die Jugendfeuerwehr sowie Schulungs- und Seminarräumen auch mit einer autarken Stromversorgung ausgestattet, um auch im Falle eines Stromausfalles voll einsatzfähig zu sein. „Ein solches Gebäude gab es bisher noch nicht in Tann“, staunte der Altbürgermeister stolz.
Das neue Feuerwehrhaus soll aber nicht nur funktional, sondern auch architektonisch ansprechend werden, versprach Architektin Freya Dorbritz, vom gleichnamigen Planungsbüro aus Bad Hersfeld. „Wir schaffen einen Ort, der für Sicherheit, Zusammenhalt und Engagement steht“, betonte sie und ergänzte: „Einen Ort, an dem Menschen bereit sind, freiwillig, jederzeit für andere einzustehen – Tag und Nacht, ein Ort der Gemeinschaft, an dem die bisher fünf eigenständigen Stadtteilwehren unter einem Dach zusammenfinden – als neues gemeinsames Zuhause, das zugleich ein starkes Fundament für die künftige Einsatzbereitschaft und die Gewinnung neuer Mitglieder bildet.“
Nach dem Baubeginn im Oktober 2024 wurden rund 5000 Kubikmeter Boden abgetragen, 1400 Kubikmeter Schottertragschicht eingebaut, zirka 330 Kubikmeter Beton in den Fundamenten und der 1300 Quadratmeter großen Bodenplatte verarbeitet, 20 Stahlbetonfertigteile montiert, zirka 1600 Quadratmeter Mauerwerk aufgesetzt und zirka 850 Meter Drainage- und Entwässerungsleitungen eingegraben, verlas Bauingenieur Thomas Gimpel: „Im September dieses Jahres hoffen wir, dass wir den Rohbau abgeschlossen haben, damit wir bis Ende 2025 ein Dach auf das Gebäude bringen können.“ Der Gesamtbauzeitraum ist bis Sommer 2026 angesetzt.
Das teure Bauprojekt stemme dabei hauptsächlich die Stadt Tann selbst, führte Bürgermeister Gelbe an. Mit rund 500.000 Euro steht der Landkreis Fulda allerdings als Förderer der Rhöner Kommune zur Seite. „Das zeigt, wie wichtig die Arbeit der Feuerwehren für unsere Region ist“, stellte Andreas Jörges, Beigeordneter des Kreisausschusses im Landkreis Fulda, heraus.
Weitere Grußworte kamen auch von Landtagsabgeordneter Sebastian Müller sowie von Stadtbrandinspektor Thomas Jörges, die dem Bauvorhaben viel Erfolg wünschten und zur bereits geschafften Leistung gratulierten.
Nach den Redebeiträgen wurde traditionell die Zeitkapsel für den Grundstein mit allerlei Dingen, wie einer aktuellen Tageszeitung, einem „Notgroschen“, Bau- und Geländeplänen, aber auch Gruppenbildern der verschiedenen Wehren bestückt, bevor sie fachgemäß in der Fassade des Rohbaus versenkt wurde. Danach konnten alle Gäste noch eine leckere Wurst vom Grill genießen und sich im Schatten des Rohbaus bei einem kalten Getränk abkühlen. Es wurde kräftig gefeiert.
