Vor dem Abschluss im Fuldaer Hof war es jeweils vor den Kirchen dieses Mal eine stationäre Veranstaltung, geführt vom stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Thomas Hering und unterstützt von Ortsvorsteher Dieter Klüh und Bürgermeister Dag Wehner. Hering wünschte sich von Anfang an rege Diskussionen unter den Anwesenden „was gut läuft, was besser werden könnte, aber auch wenn Sie irgendwie genervt sind“. Für die CDU-Fraktion seien die Termine wichtig und die dort gemachten Anregungen würden in den Fraktionssitzungen diskutiert und oft auch ins konkrete politische Handeln übernommen.
Phillip Hütsch, der sich selbst als der „Landwirt der Agri-PV“ bezeichnet, erläuterte die Anlage, welche Dag Wehner im Anschluss daran als „ein Leuchtturmprojekt, was wirklich beispielhaft ist“ bezeichnete. „Hier kommen Ökologie und Ökonomie beispielhaft unter einen Hut“, so Wehner. Wie Hütsch erläuterte, ist die RhönEnergie Betreiber der Photovoltaik. Es sei aber keine Freiflächen-PV: „Hier geht es um ein landwirtschaftliches Projekt und die Landwirtschaft steht im Vordergrund. Da stehen die PV-Module als Schutz für die Beerensträucher.“ Die Module dürften nur 2,10 Meter hoch sein und würden ohne Betonfundamente befestigt. Auf der insgesamt 16,5 Hektar großen Flächen sollen 13 Hektar für Beerenobst mit PV-Anlagen darüber genutzt werden, auf denen dann jährlich 10,6 Megawatt Strom erzeugt werden sollen. Geplant ist ein Baubeginn im nächsten Frühjahr, wobei der Bau zügig vollendet werden soll. Hütsch berichtete von großem, auch überregionalem Interesse an der Anlage: „Es wird in Europa die einzige Anlage sein, die Agri-PV in diesem Umfang umsetzt. Das Frauenhofer Institut Freiburg wird die Anlage als Pilot- und Referenzobjekt wissenschaftlich begleiten.“
Bedenken von Anwohnern gibt es wegen der befürchteten erhöhten Verkehrsbelastung in Maberzell nach dem Neubau vom Wertstoffhof zwischen dem Ort und Haimbach. Hierzu wird ein Stichweg Richtung Münsterfeld gebaut. Dag Wehner verwies auf Gutachten der Stadt, wonach es zu einer Erhöhung der Fahrzeugzahl auf bis zu 2400 pro Stunde kommen könne: „Dass es mehr Verkehr geben wird ist in der Tat so. Haimbach hat aber heute schon 4,3-mal so viel Verkehr wie Maberzell haben wird, wenn die Prognosen eintreffen. LKW sind auch ein Stück weit Leben in einer wachsenden Stadt.“ Thomas Hering verwies darauf, dass es im gesamten Stadtgebiet keine vergleichbare Fläche gibt und fast jeder Ortsteil mit irgendwelchen Einschränkungen für die Allgemeinheit leben muss.
Weiter angesprochen wurde die Sanierung mit teilweisem Neubau der Grundschule innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre sowie das Bürgerhaus, welches zehn bis 20 Jahre nach der Erweiterung um einen Bühnenanbau und 30 bis 35 Jahre nach dem Bau laut Dieter Klüh „langsam in die Jahre kommt“. Immer wieder würde etwas kaputt gehen. Thomas Hering versprach sich darum zu kümmern, dass sich um solche Reparaturen das Gebäudemanagement der Stadt kümmert. Michael Ruppel (Vorsitzender vom Bauausschuss) bat um Geduld: „Wir haben im Stadtgebiet 24 Bürgerhäuser um die wir uns kümmern und zu denen wir stehen. Schon vor Jahren wurde ein Sofortprogramm für die Häuser angelegt. Es geht aber nur nach und nach, alle auf neustem Stand zu halten.“
Eher wenig Kritik gab es in Trätzhof. Harald Grösch, Inhaber vom Hotel und Restaurant Am Trätzhof, fasste es kurz zusammen: „Hier scheint alles in Ordnung zu sein. Deshalb sind auch nur drei direkt vom Trätzhof gekommen.“ Thomas Hering verwies noch auf die neu ausgebaute K116 und den neuen Radweg. Verbesserungspotential wurde nur genannt bei einer Überdachung an der Bushaltstelle und wegen teilweise zu niedrigem Wasserdruck im Ort. Bei ersterem verwies Dag Wehner darauf, dass die Bushaltestellen nach und nach modernisiert und ausgebaut werden. Und beim Wasser sei die Stadt nicht zuständig.
