Denn solche Fehlwürfe machen das Recycling wertvoller Materialien nicht nur schwieriger, sondern oft völlig unmöglich. Was eigentlich wiederverwertet werden könnte, wird so zu Restmüll – und landet in der Verbrennung.
Diese Entwicklung schadet nicht nur der Umwelt, sondern verursacht auch steigende Kosten. Deshalb zieht der Umweltdienstleister Fehr-Knettenbrech Industrieservice (kurz: FKI) – in enger Abstimmung mit dem Dualen System „PreZero Dual“ – jetzt klare Grenzen. In den kommenden Wochen werden die „Gelben Tonnen“ im gesamten Kreisgebiet durch FKI verstärkt stichprobenartig kontrolliert. Die Botschaft ist unmissverständlich: Wer Abfälle und Wertstoffe falsch trennt, muss mit spürbaren Konsequenzen rechnen.
„Falsch befüllte „Gelbe Tonnen“ werden künftig nicht mehr geleert und werden mit Aufklebern versehen, die zur Nachsortierung auffordern. Wer dieser Aufforderung nicht nachkommt, bleibt – im wahrsten Sinne des Wortes – auf seinen Fehlwürfen sitzen“, so Konstantin von dem Knesebeck, Geschäftsführer bei Fehr-Knettenbrech: „In Großwohnanlagen führen wiederholte Verstöße dazu, dass die Sammelbehälter dauerhaft entfernt werden. Stattdessen müssen die Materialien dann von den Bewohnern oder Eigentümern kostenpflichtig entsorgt werden.“
„Diese Maßnahmen sind leider notwendig, weil zu viele Menschen die Regeln missachten. Dabei ist richtige Mülltrennung weder kompliziert noch zeitaufwendig. In die „Gelbe Tonne“ gehören ausschließlich leere Verpackungen aus Kunststoff, Metall oder Verbundmaterialien wie Getränkekartons. Papier, Pappe und Karton gehören ins Altpapier, Glasverpackungen farblich sortiert in die entsprechenden Glascontainer bzw. unsortiert zur Straßensammlung“, erklärt Merih Ünal, Regionalleiter der PreZero Dual in Hessen. Weitere Hinweise und vielfältiges Informationsmaterial finden interessierte Verbraucherinnen und Verbraucher auf der Website www.muelltrennung-wirkt.de.
Aus gegebenem Anlass weisen die beiden Recyclingfachleute zudem darauf hin, dass auf keinen Fall Stromspeicher in die „Gelben Tonnen“ gelangen dürfen: „Falsch entsorgte Batterien und Akkus verursachen quasi täglich Brände in Sortieranlagen oder Sammelfahrzeugen und bringen so Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und Einsatzkräfte in Lebensgefahr.“
