Durch die Vorrundengruppe kam die deutsche Mannschaft noch halbwegs locker durch, wenngleich Bengt Reinhard sagte: „Es lief nicht so optimal bei mir, ich war nicht so gut drauf“. Auf ein Einzel gegen die Türkei verzichtete er, konnte sich damit aber schon auf die Endrunde in Rom fokussieren, die diese Woche gespielt wurde.
Etwas ärgerlich jedoch: Für das deutsche Trio um Reinhard, Tom Sickenberger und Lieven Mietusch ging es dort direkt gegen die an eins gesetzten Finnen. „Ihre Nummer eins ist Siebter der Junioren-Weltrangliste“, schilderte Reinhard, noch dazu hatte Finnland eine Nummer zwei, die auf Platz 48 der Welt steht. Auf Zweitgenannten traf Reinhard und unterlag mit 3:6, 6:7. Auch Sickenberger musste sich dem Spitzenspieler Oskari Paldanius knapp mit 3:6, 4:6 geschlagen geben. „Das war echt bitter, aber wir haben gut gespielt“, so der Fuldaer, der im September ans College aufbrechen wird.
Es ging in die Platzierungsrunde für das deutsche Team, und mit der Aussicht auf eine Medaille ging auch die Spannung etwas flöten: 0:3 hieß es dann gegen Österreich, Reinhard spielte hier kein Einzel und ließ Mietusch den Vortritt, verlor mit ihm aber dann auch das Doppel mit 1:4, 2:4.
Schlussendlich endete das Turnier in Rom doch noch positiv für das Trio: Im Spiel um Platz sieben gegen Schweden gewann Deutschland mit 2:1, Reinhard steuerte einen deutlichen 6:0, 6:1-Sieg im Einzel bei und gewann auch das Doppel mit Sickenberger noch – gegen gute Schweden, die ebenfalls einen Spieler in den Top 40 der U18-Weltrangliste haben.
„Wir haben uns für Rom qualifiziert, das war insgesamt das Ziel. Dort hatten wir uns zwar mehr erhofft, es war aber undankbar, dass wir direkt gegen Finnland spielen mussten. Von meiner Seite war es dann aber auch eine Steigerung zur Vorrunde, das war deutlich besser. Es war ein gutes Erlebnis, da haben echt Jungs gespielt, die sehr gut in der Welt stehen. Mit denen will man sich ja messen“, bilanzierte Reinhard zufrieden mit sich selbst, der am Donnerstag zurück in die Heimat reiste.
Denn nun wartet noch das letzte Wochenende in der 2. Bundesliga Süd mit seinem Verein RW Sprendlingen: Noch ist der Klassenerhalt nicht gesichert. Am Freitag spielen die Südhessen in Espenhain bei Leipzig – ohne den Fuldaer. Am Sonntag steigt das Saisonfinale zuhause gegen Schlusslicht Nürnberg.
Ergebnisse der Europe Summer Cup-Endrunde mit dem deutschen Team gibt es hier.
U18-Junioren:
1. Finnland
2. Frankreich
3. Türkei
4. Rumänien
5. Österreich
6. Slowenien
7. Deutschland
8. Schweden
