Lokales 19.08.2025

Erkältungswelle hält Krankenstand in Hessen auf hohem Niveau

Osthessen (pm/as) – Atemwegserkrankungen sorgten im ersten Halbjahr 2025 für einen hohen Krankenstand in Hessen. Bei den Fehltagen aufgrund von Grippe und Erkältung gab es im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Anstieg um 13 Prozent. Dies machte sich vor allem durch die Erkältungswelle im Januar und Februar bemerkbar.

Foto: Gettyimages_Paul Bradbury/DAK-Gesundheit

Ab dem Zweiten Quartal ebbte die Infektwelle ab. Insgesamt lag der Krankenstand in der ersten Jahreshälfte bei 5,7 Prozent und damit leicht unter dem Vorjahreswert (5,9 Prozent). Dazu beigetragen haben Rückgänge bei psychischen Erkrankungen (minus acht Prozent) sowie Muskel-Skelett-Erkrankungen (minus neun Prozent). Besonders betroffen von Fehlzeiten waren Beschäftigte in der Altenpflege und in Kitas. Das ist das Ergebnis einer Analyse des Berliner IGES-Instituts im Auftrag der DAK-Gesundheit. Untersucht wurden Krankschreibungen von 245.000 DAK-versicherten Beschäftigten.

„Auch wenn der Krankenstand leicht zurückgegangen ist, bleibt er insgesamt hoch“, sagt Britta Dalhoff, Landeschefin der DAK-Gesundheit in Hessen. „Alarmierend sind die besonders hohen Fehlzeiten in der Alten- und Krankenpflege sowie in den Kitas. Genau hier braucht es verstärkte Prävention und wirksame Angebote für die Gesundheit der Beschäftigten.“

13 Prozent mehr Fehltage wegen Atemwegserkrankungen

Mit Blick auf die Fehltage zeigt sich bei den Atemwegserkrankungen ein Anstieg um 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Während Erkältung und Grippe in der ersten Jahreshälfte 2024 rund 220 Fehltage je 100 Versicherte verursachten, waren es von Januar bis Juni 2025 rund 248 Tage. Nach der DAK-Analyse lag der Krankenstand im ersten Halbjahr bei 5,7 Prozent. Das bedeutet: An jedem Tag von Januar bis Juni 2025 waren im Durchschnitt 57 von 1000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern krankgeschrieben. Die durchschnittliche Erkrankungsdauer je Fall lag bei 9,1 Tagen und war damit geringer als im Ersten Halbjahr 2024 (9,6 Tage). Etwas mehr als die Hälfte (54,3 Prozent) der Erwerbstätigen war zwischen Januar und Juni mindestens einmal krankgeschrieben.

Insgesamt hatten die Atemwegserkrankungen mit 24 Prozent den größten Anteil am Krankenstand. Ebenfalls relevant für die Krankschreibungen waren Muskel-Skelett-Erkrankungen wie Rückenschmerzen und psychische Erkrankungen wie Depressionen. Diese beiden Erkrankungsgruppen hatten einen Anteil von 16 Prozent beziehungsweise 17 Prozent.

Viele Fehltage in Alten- und Krankenpflege sowie in Kitas

Auch im ersten Halbjahr 2025 bestanden deutliche Unterschiede zwischen den Berufsgruppen: Besonders viele Fehltage hatten Beschäftigte in der Alten- und Krankenpflege. Sie kamen im ersten Halbjahr im Durchschnitt pro Kopf auf rund zwölf Tage. Beschäftigte in Erziehungsberufen wie zum Beispiel Mitarbeitende in Kindertagesstätten hatten ebenfalls zwölf Fehltage pro Kopf. Damit lagen diese Berufsgruppen über dem Durchschnitt von rund neun Fehltagen. Besonders wenig Ausfalltage hatten Beschäftigten in IT-Berufen. Sie kamen auf rund sechs Fehltage pro Kopf und hatten damit nur halb so viel Arbeitsausfall wie in der Alten- und Krankenpflege.

Für die aktuelle Fehlzeiten-Analyse für das erste Halbjahr 2025 wertete das Berliner „Iges“ Institut die Daten von knapp 245.000 erwerbstätigen DAK-Versicherten in Hessen aus. Informationen über das Betriebliche Gesundheitsmanagement und spezielle Angebote der DAK-Gesundheit für Unternehmen und ihre Beschäftigten gibt es unter: www.dak.de/bgm.