„Es war eine sehr bereichernde Erfahrung, die Arbeit, den Alltag und die Aufgaben unserer Soldatinnen und Soldaten so nah miterleben zu dürfen. Die Bundeswehr spielt eine zentrale Rolle für unsere Sicherheit – es war mir wichtig, dies aus nächster Nähe zu erfahren“, so Stefanie Klee im Rückblick. Das Seminar begann am Sonntag mit der Einteilung in die Truppen und dem Bezug der Unterkünfte. Bereits am Montag folgte die Einschleusung mit Einkleidung und die offizielle Begrüßung. Rund 50 Personen aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen, darunter Abgeordnete, Richterinnen und Richter sowie Vertreterinnen und Vertreter aus der freien Wirtschaft, nahmen am Seminar teil. „Ab dem Moment, wo die Uniform angelegt wurde, zählte nur noch das Miteinander, unabhängig von Herkunft oder Berufsgruppe. Das hat den Austausch deutlich erleichtert“, so Klee.
Es folgte ein informativer Vortrag zur Truppenkunde sowie ein Marsch zum feierlichen Gelöbnis.
In den darauffolgenden Tagen wurden theoretische Inhalte mit fordernden praktischen Ausbildungsanteilen kombiniert. In voller Ausrüstung mit Helm, Schutzweste und Gewehr nahmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter anderem an einem simulierten Häuserkampf, an Übungen im Schützengraden sowie an realitätsnahen Erste-Hilfe-Übungen nach einem Drohnenangriff teil, wobei Soldatinnen und Soldaten überzeugend als Verletzte dargestellt wurden. Darüber hinaus wurden ein Hindernisparcours und das Abseilen von einem 12 Meter hohen Turm bewältigt. Jeder Morgen begann mit dem Antreten um 6 Uhr. Anschließend marschierte die Gruppe gemeinsam im Gleichschritt zu den jeweiligen Ausbildungsstationen, eine tägliche körperliche wie mentale Herausforderung. „Die Ausbildung war nicht nur fordernd, sondern auch sehr eindrücklich. Besonders spannend war zu sehen, wie sich die Kriegsführung in den letzten Jahren, vor allem im Zuge des Ukraine-Krieges, verändert hat und welche strategischen Konsequenzen sich daraus für die Bundeswehr ergeben“, so Klee. Zu den weiteren Inhalten zählten ein Vortrag zur Ausbildung im Heer, Einblicke in den Operationsplan Deutschland sowie Informationen zur strukturellen Weiterentwicklung des Heeres. Ein besonderer Höhepunkt war das traditionelle Pokalschießen, dessen Siegerehrung am Donnerstagabend stattfand. Am Freitag folgte zum Abschluss ein Vortrag zur Struktur und Rolle des deutschen Heeres sowie ein persönlicher Austausch mit dem Kommandeur der Infanterieschule.
„Der direkte Austausch mit den Soldatinnen und Soldaten war besonders wertvoll. Die Gespräche mit
den Gruppenführern, die von ihren Auslandseinsätzen in Mali und Afghanistan berichteten, haben verdeutlicht, unter welch herausfordernden und mitunter lebensgefährlichen Bedingungen sie ihren Dienstleisten. Diese Woche hat mir noch einmal verdeutlicht, wie professionell und engagiert unsere Streitkräfte für unser Land im Dienst sind. Dafür gebührt ihnen unser aller Respekt und Dank“, betont Stefanie Klee.
