Tischtennis 29.08.2025

Bundesliga – Mit Ovtcharov und Groth gegen den Rekordmeister

Fulda (jah) – Endlich ist es soweit: Am Freitagabend steht für den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell der Auftakt in der Tischtennis-Bundesliga an. In der Esperantohalle trifft das Team von Qing Yu Meng auf Borussia Düsseldorf (19 Uhr). Der Maberzeller Cheftrainer brennt auf die neue Saison, in der die Fuldaer nach dem dramatischen Verpassen der Playoffs am letzten Spieltag der vergangenen Spielzeit unbedingt das Halbfinale erreichen wollen. Heute kann der TTC Maberzell gegen den Rekordmeister den ersten Schritt machen.

Damals explodierte die Esperantohalle beim Duell Maberzell gegen Düsseldorf. Foto: Christine Görlich

TTC-Trainer Qing Yu Meng. Foto: Christine Görlich

Wie schon in der Vorsaison geht es früh gegen Düsseldorf, damals am zweiten Spieltag, nun direkt zum Auftakt. Und wie schon im Oktober 2024 ziehen die Maberzeller dafür in die Fuldaer Esperantohalle um – vor mindestens 1500 Zuschauern soll ein ähnliches Ergebnis wie beim Erfolg vor knapp einem Jahr her: Damals besiegte Mengs Team den Rekordmeister glatt mit 3:0 nach Sätzen. „Wobei das Ergebnis klarer aussah, als die Spiele waren. Da waren wirklich knappe Partien dabei“, erinnert sich Chefcoach Qing Yu Meng: „Damals hatten wir auch das Glück auf unserer Seite und haben die 50:50-Situationen für uns entschieden.“

Mit einem spannenden Spiel rechnet der Cheftrainer auch diesmal. „Es wird wieder eine knappe Angelegenheit. Das kann 3:0 für uns ausgehen, genauso gut aber auch 0:3.“ Die Vorzeichen für einen erfolgreichen Auftakt stehen jedenfalls gut: Dimitrij Ovtcharov und Jonathan Groth sind am Mittwoch vom Europe Smash aus dem schwedischen Malmö zurückgekehrt, Trainersohn Fanbo Meng und Abwehrspezialist Ruwen Filus komplettieren das Lineup gegen den Rekordmeister – Düsseldorf hingegen muss mittlerweile ohne die deutsche Tischtennislegende Timo Boll auskommen, der seine beispiellose Karriere bekannterweise beendet hat. Darüber hinaus wird auch der Schwede Anton Källberg nicht in Fulda aufschlagen, wie Qing Yu Meng bereits bestätigen konnte.

Dennoch erwartete der Maberzeller Coach ein Duell auf Augenhöhe – wenngleich sich die Ausgangslage zum Saisonstart im Vergleich zum Vorjahr verbessert hat: „In der letzten Saison sind wir nur mit vier Top-Spielern angetreten. Cheng-jui Kao beispielsweise war oft nicht dabei. Dann reicht es eben nicht für die Playoffs. Wäre er oft da gewesen, bin ich mir sicher, wir hätten das Final Four erreicht“, so Meng, der sich deshalb umso mehr freut, mit Rückkehrer Jonathan Groth das vielleicht fehlende Puzzleteil wieder in der Hubtex-Arena begrüßen zu können. „Und wir sind bereit. Die Spieler sind fit und wir können es kaum erwarten, dass es endlich losgeht.“ Eine gemeinsame Vorbereitung mit allen Spielern sei zwar durch die vielen Turniere, wie unter anderem dem Europe Smash in Schweden, nicht möglich gewesen. Das falle aber nicht ins Gewicht und sei ohnehin Standard, wie  Meng betont: „Es ist oft so, dass manche Spieler erst einen Tag vorher ankommen. Jetzt waren alle schon am Mittwoch hier, das ist gut für uns.“

Osthessen-Zeitung tickert am Abend live aus der Esperantohalle!