Was für ein Segen: Die Deutsche Fernsehlotterie unterstützt die gemeinnützige. Fuldaer antonius: gemeinsam leben GmbH mit einer zweckgebundenen Förderung in Hohe von 406.000 Euro. Die Fördersumme von Deutschlands traditionsreichster Soziallotterie wird für die Konzeption und Umsetzung des innovativen Projektes „Barrierefrei zum Job - Inklusive digitale Stellenbörse für Menschen mit Behinderungen und Migrationshintergrund“ eingesetzt.
Nur durch diese Hilfe können anteilig anfallende Kosten für die Projektkoordination, die Projektmitarbeiter, entstehende Honorarkosten für Software- und Programmiertätigkeiten sowie projektbezogene Sachkosten bis Mitte des Jahres 2025 sichergestellt werden. Die Gesamtkosten dieses sozialen Vorhabens belaufen sich auf über 507.000 Euro.
„Ich möchte mich von Herzen bei den Mitspielern der Deutschen Fernsehlotterie für jeden einzelnen Spieleinsatz bedanken. Nur durch das Vertrauen von vielen in die Soziallotterie wird die Förderung unseres neuen digitalen Hilfsangebotes überhaupt möglich“, freute sich Silke Gabrowitsch, Geschäftsführerin der antonius gemeinsam leben gGmbH. Wie sie erklärte, sei die optimale Basis in Fulda bereits durch das Unternehmernetzwerk Perspektiva gegeben: „Die Tür ist schon offen, die Begeisterung schon da. Wir müssen keine Unternehmen mehr anwerben“. Der Projektzeitraum sei für drei Jahre angesetzt, dabei können Menschen mit Behinderungen, Migrationshintergrund oder Sprachbarrieren einfacheren Zugang zu Angeboten finden, die in anderen Stellenbörsen schwer erreichbar sind. Es werde nach Talenten geschaut, betonte Gabrowitsch, nicht stur nach Berufsbezeichnungen. Das Projekt soll – mit einem erfolgreichen Verlauf in Fulda – auch deutschlandweit übertragbar werden. „Sowas gibt es noch nicht“, so Gabrowitsch.
Aktuell stehen bundesweit rund 166.000 Menschen mit Behinderungen dem Arbeitsmarkt zur Verfügung. Die Arbeitslosenquote von Menschen mit Behinderung ist mit elf Prozent mehr als doppelt so hoch wie die allgemeine Quote. Zudem sind 46 Prozent langzeitarbeitslos, während der Anteil bei Menschen ohne Behinderung bei 34,6 Prozent liegt. Kurzum: Menschen ohne Behinderung haben eine mehr als doppelt so hohe Chance, einen neuen Arbeitsplatz zu finden. Genau hier setzt die Projektidee an, die Barrieren abbauen, berufliche Integration bieten und Arbeitsmarktchancen erhöhen soll. Arbeitgeber können künftig ebenso gezielt qualifizierte Bewerber ansprechen, die trotz körperlichen, sensorischen, kognitiven oder psychischen Beeinträchtigungen oder Lernbehinderungen mehr Sichtbarkeit bekommen.
„Die über 100-jährige Erfahrung des Projektträgers in der Inklusion und Forderung von Menschen mit Behinderungen bildet das Fundament für die Projektidee. Die durch das Vorhaben verbesserte Zugänglichkeit für Menschen mit Behinderung zu Stellenangeboten erhöht die Chancen auf Beschäftigung und gesellschaftliche Teilhabe. Darüber hinaus gibt sie die Möglichkeit, den persönlichen Bewerbungsprozess selbst zu steuern, was das Selbstvertrauen und die Unabhängigkeit der Nutzer stärkt. Dabei helfen wir gern“, betonte Stephan Masch, Repräsentant der Deutschen Fernsehlotterie.
Im Jahr 2024 wurden 50 Millionen Euro an über 300 soziale Projekte in Deutschland durch die Fernsehlotterie ausgeschüttet. 18 Projekte davon wurden in Hessen mit einer Gesamtsumme von rund 2,5 Millionen Euro gefördert. Über die Förderung sozialer Projekte hinaus bietet die Deutsche Fernsehlotterie ihren Mitspielerinnen und Mitspielern die Chance auf einen Millionengewinn, eine Sofortrente oder attraktive Sachpreise. Allein im vergangenen Jahr 2024 konnten sich über 767.000 Menschen über Gewinne von insgesamt mehr als 39,9 Millionen Euro freuen, 76 von ihnen gewannen mehr als 100.000 Euro, 14-mal wurde ein Millionengewinner glücklich. Ein Los der Deutschen Fernsehlotterie ist für jeden ein Gewinn. Jedes Jahr fließen mindestens 30 Prozent der Loseinnahmen über die Stiftung Deutsches Hilfswerk in gemeinnützige Zwecke in ganz Deutschland. Dabei steht die Unterstützung von Kindern, Jugendlichen, Familien, Seniorinnen und Senioren, Menschen mit Behinderung oder schwerer Erkrankung sowie Nachbarn im Fokus.
