In der abgelaufenen Saison schaffte Stumpf gemeinsam mit der C-Jugend die Verbandsliga-Meisterschaft und damit die Rückkehr in Hessens höchste Spielklasse. Gemeinsam mit fünf ehemaligen C-Jugend Spielern zog es den Juniorentrainer nun in die U17. Die restlichen 16 Spieler aus der „Meistermannschaft“ werden fortan in der U16 kicken. Stumpf soll der Strippenzieher beim Umbruch der beiden B-Jugend-Teams werden.
Insgesamt zehn Neuzugänge, überwiegend aus der eigenen Region, tragen ab sofort das Trikot der Barockstadt. „Das ist für den Altersbereich ziemlich untypisch. Wir mussten es aber machen, um die Qualität zu erhöhen“, berichtet Stumpf. Die ersten Eindrücke stimmen den Trainer jedenfalls positiv. Bereits vier Wochen vor dem Ferienstart trainierte Stumpf gemeinsam mit seinem neuen Team, ehe die Mannschaft für zwei Wochen pausierte. Vor zwei Wochen zog es die Juniorenkicker dann ins Trainingslager nach Lungau in Österreich. Stumpf selbst ist bereits zum dritten Mal in Folge dort gewesen und konnte bisher nur positives berichten. In einem Selbstversorgerhaus mussten die 38 Spieler, vier Trainer und zwei Betreuer kochen, waschen und putzen – und das fünf Tage lang. Dazu standen viele Trainingseinheiten auf dem Programm. „Es ist wichtig, dass nicht jede Mannschaft ihre eigenen Brötchen backt. Wenn wir über die U16 und U17 sprechen, sprechen wir über den ganzen B-Jugend-Bereich“, betont Stumpf, der auch nach dem Trainingslager trotz kleiner Krankheitswelle zuversichtlich gestimmt ist. „Die Jungs ziehen gut mit. Wir sind schnell als Mannschaft zusammengekommen, was bei dem Umbruch extrem wichtig ist“.
Dass von den B-Junioren einiges zu erwarten sein kann, zeigt ein Blick auf die vielen Testspiele. Darunter befanden sich namenhafte Juniorenteams, wie beispielweise die U17 von Viktoria Berlin (3:3), des BFC Dynamo (6.5), FC Rot-Weiß Erfurt (0:6), Carl Zeiss Jena (1:4) und Werder Bremen (0:4). „Es ist wichtig, dass wir in der Vorbereitung ein paar Highlights reinbekommen und sich die Jungs an das Niveau, was uns in der Hessenliga erwartet, gewöhnen können“, erklärt der Trainer. Dabei seien die Ergebnisse zweitrangig.
Das Auftaktprogramm der SGB hat es mehr als in sich: Am 24. August erwarten die Nachwuchskicker die U16 des FSV Frankfurt, im Anschluss geht es zu Eintracht Frankfurts U16. Aber auch das Spiel gegen die TSG Wieseck am dritten Spieltag nimmt Stumpf nicht auf die leichte Schulter. „Das Auftaktprogramm ist recht knackig. Keiner weiß so richtig, wo man steht. Das kann auch ein Vorteil sein“, sagt er, betont jedoch: „Wir wollen in jedes Spiel rein gehen mit dem Wissen, dass überall etwas drin sein kann“. Das Ziel für die B-Junioren ist klar definiert. „Für uns als Verein in den Hessenligen geht es darum, die Klasse zu halten. Alles andere, was kommt, ist Zubrot“, so Stumpf.
