Das letzte Bundesliga-Spiel für die Maberzeller liegt nun knapp fünf Monate zurück und endete dramatisch: Am letzten Spieltag – genauer gesagt im letzten Doppel – verpasste das Team um Starspieler Dimitrij Ovtcharov beim Post SV Mühlhausen den Einzug in die Playoffs. „Das war extrem unglücklich“, erinnert sich Präsident Stefan Frauenholz nur ungern an das Auswärtsspiel Ende März zurück und gibt direkt die Zielsetzung für die anstehende Spielzeit vor: „Wir wollen besser abschneiden als im letzten Jahr und die Playoffs erreichen.“ Dabei helfen soll unter anderem Neuzugang Jonathan Groth, der nach sieben Jahren und Stationen in Russland und Polen wieder nach Maberzell zurückgekehrt ist. Der 32-Jährige komplettiert das Team um Ovtcharov, Trainersohn Fanbo Meng, Ruwen Filus und Kao Cheng-jui – und feiert bereits am Freitagabend gegen Düsseldorf seinen Einstand. „Er ist wirklich eine Verstärkung für uns“, freut sich Frauenholz über den Rückkehrer und sieht sein Team auch generell gut aufgestellt: „Wir sind breiter aufgestellt in dieser Saison. Der Plan ist, dass von den drei ‚Spitzenspielern‘ Dima, Kao und Jonathan immer zwei da sind. Das wird auch in den meisten Spielen der Fall sein.“ Wenn die Fuldaer um die vorderen Plätze mitspielen wollen, dürfte die Anwesenheit der Starspieler auch notwendig sein – immerhin hat unter anderem Konkurrent Saarbrücken mit der Verpflichtung des ehemaligen Weltranglistenersten Fan Zhendong für Aufsehen gesorgt.
Gespielt wird am Freitagabend in der Esperantohalle – ein gutes Omen für die Gastgeber? Immerhin bezwang das Team von Qing Yu Meng die Borussia aus Düsseldorf im vergangenen Jahr an Ort und Stelle deutlich mit 3:0, damals vor einer Rekordkulisse von 2500 Zuschauern. „So viele werden es in diesem Jahr nicht werden, aber das ist auch nachvollziehbar: Timo Boll ist nicht mehr dabei und bei uns spielt Dimitrij Ovtcharov nun bereits im zweiten Jahr“, erklärt Frauenholz: „Trotzdem haben wir bereits 1500 Karten verkauft und am Freitag wird es darüber hinaus ab 17 Uhr eine Tageskasse geben – für alle Kurzentschlossenen ist also auch noch Platz“, hofft der Präsident der Fuldaer auf großen Zuschauerandrang beim Duell mit dem Rekordmeister.
Ein weiteres Gastspiel in der Esperantohalle ist laut Frauenholz aber nicht geplant. „Der Aufwand ist auch einfach groß. Das ganze Equipment muss rübergefahren werden, damit sind wir am Donnerstag und Freitag zwei Tage beschäftigt. Das ist ein Haufen Arbeit.“ Stattdessen kehrt der Verein schon zum zweiten Heimspieltag am 15. September gegen den TSV Bad Königshofen in die Wilmingtonhalle zurück. Der eigentliche Maberzeller Heimspielort wurde in den vergangenen Jahren zur reinen Tischtennishalle ausgebaut. „Und die Arbeiten sind soweit auch abgeschlossen. Lediglich im Außenbereich ist noch ein bisschen was zu tun, innen ist soweit alles fertig“, berichtet Stefan Frauenholz abschließend.
