Der Neubau der Eiterfelder Gesamtschule war unumgänglich geworden, nachdem festgestellt wurde, dass die einst errichtete Stahlbetonkonstruktion nachhaltig und unaufhaltsam geschädigt war. Rasch war klar, dass eine Sanierung des Gebäudes keinen Sinn hat und ein kompletter Neubau notwendig ist.
Die Bauarbeiten erfolgten in mehreren Abschnitten: Vorbereitende Maßnahmen waren die Sanierung von bestehenden Gebäuden (die ehemalige Landwirtschaftsschule und die frühere Förderschule) und vor allem der Bau des „Herzstücks“, wie Markus Reichel die Technikzentrale bezeichnet, von der aus alles gesteuert wird.
Danach ging es an den Neubau des Verwaltungsgebäudes, auf den schließlich der Aufbau der Modulschule folgte: Für drei Jahre wurden die Schülerinnen und Schüler dort unterrichtet, während das alte Gebäude abgebrochen und sukzessive durch einen kompletten Neubau ersetzt wurde: Geschaffen wurden drei sogenannte Fingerbauten mit eigenen Innenhöfen und verbunden durch eine Magistrale – vorgelagert ist die neue Aula.
Die Herausforderung, dieses komplexe Bauprojekt bei laufendem Schulbetrieb zu stemmen, war groß. „Aber es ist gut gelungen, nicht zuletzt durch die große Unterstützung durch die Schulgemeinde“, sagt Markus Reichel und ergänzt: „Alle waren wirklich sehr kooperativ. Dieses Projekt ist eine große Teamleistung.“
Schulleiter Frank Wrabletz ist ebenfalls voll des Lobes: „Nach der langen, intensiven Bauzeit ist es endlich soweit – wir ziehen in unseren wunderschönen Neubau ein. Die Vorfreude bei unseren Schülerinnen und Schülern, dem gesamten Kollegium und natürlich auch bei mir ist riesengroß. Der neue Gebäudekomplex bietet uns nicht nur moderne Räume und eine inspirierende Lernumgebung, sondern markiert auch einen echten Aufbruch in eine neue Schulära“, sagt er und blickt „mit Dankbarkeit auf die vergangenen Jahre im Ersatzbau zurück, der uns unter nicht immer einfachen Bedingungen dennoch eine verlässliche und funktionale Lernumgebung geboten hat. Auch wenn die Außenanlagen noch nicht ganz fertig sind – wir starten mit viel Elan und Begeisterung in das neue Schuljahr und freuen uns auf alles, was kommt.“
In den Sommerferien erfolgte der Umzug von Mobiliar, Medien und Materialien. Aktuell startet der Abbau der Modulschule, der etwa drei Monate dauern wird. Der Haupteingang wird zunächst temporär von der Straße Am Körle sein. Denn die Arbeiten sind noch nicht beendet. Jetzt geht es um die Außenanlagen und den Bau der Schulhöfe für die Lichtbergschule und die Grundschule, die mit einem „Grünen Band“ voneinander getrennt werden. Markus Reichel rechnet mit der Fertigstellung im Frühjahr 2026.
Die Planung übernahmen die Architekten Trapp & Wagner (Hünfeld), die aus einem europaweiten Wettbewerb als Sieger hervorgegangen waren.
High-Tech trifft Bildung: Lichtbergschule wächst – Umzug im Sommer
