Fußball 27.08.2025

A-Liga Süd – Unbesiegter SV Schweben empfängt Rommerz

Schweben/Rommerz (sim) – Zwei ehemalige Fußball-Kreisoberligisten im direkten Duell: Am Mittwoch um 19.45 Uhr empfängt der SV Schweben in der A-Liga Süd die SG Rommerz – ein Spiel mit Derbycharakter und gegensätzlichen Vorzeichen. Schweben ist bislang ungeschlagen und spielt oben mit, Rommerz hingegen wartet noch auf den ersten echten Befreiungsschlag.

Archivfoto: Natalia Lindt.

Der SV Schweben steht mit fünf Siegen und einem Unentschieden auf Rang zwei der Tabelle, zuletzt gab es einen klaren 5:1-Erfolg gegen die SG Sinngrund. Schwebens Trainer Andreas Weigand sieht eine positive Entwicklung: „Die ersten Spiele waren wir noch urlaubsbedingt geschwächt und haben trotzdem unsere Punkte geholt. Jetzt sind wir das erste Mal komplett und können aus dem Vollen schöpfen.“ Nach der enttäuschenden Vorsaison spüre man im Verein einen Umschwung: „Es herrscht wieder eine Aufbruchsstimmung – das war nach neun Monaten ohne Sieg nicht selbstverständlich. Die Zuschauer standen aber immer hinter uns, das merkt man auch jetzt wieder.“ Der Fokus lag in dieser Woche auf Regeneration. Mit Blick auf das Spiel sagt Weigand: „Das ist ein Derby – da herrscht immer eine andere Stimmung. Rommerz hat einen guten Kader, das ist ein Spiel auf Augenhöhe, auch wenn wir den Schwung natürlich mitnehmen und weiter punkten wollen.“

Die SG Rommerz steht nach fünf Spielen mit fünf Punkten auf Platz zwölf. Nach der 1:2-Niederlage gegen Mottgers/Schwarzenfels holte die Mannschaft am Wochenende beim 1:1 gegen Oberkalbach einen Zähler. Trainer Dennis Sorg, der nun nach Schweben zurückkehrt, war zufrieden mit der Reaktion seines Teams: „Das letzte Spiel war gut, da hat die Mannschaft gezeigt, dass sie dagegenhalten kann. Wenn wir an unsere Grenze gehen, können wir jeden schlagen.“ Gleichzeitig sieht Sorg noch mentale Nachwirkungen aus der schwierigen Vorsaison: „Nach einem Gegentor gehen die Köpfe bei uns leider oft noch runter – das bekommen wir nicht von heute auf morgen raus. Dafür brauchen wir Jungs, die auf dem Platz vorangehen.“ Für das Derby will er vor allem eines sehen: defensive Stabilität. „Wir wollen hinten die Null halten. Meine Philosophie ist: kompakt stehen und vorne Akzente setzen – das dauert bei uns einfach etwas länger.“ Dennoch sieht er seine Mannschaft im Derby in der Außenseiterrolle: „Schweben hat einen Lauf, das Team hat sich im Vergleich zum Vorjahr enorm weiterentwickelt.“ Schweben sei in starker Form, aber: „Im Derby ist alles möglich – mit der richtigen Einstellung.“