Fußball 01.08.2025

A-Liga Ost – Rhöner Tugenden und ein großer Favoritenkreis

Osthessen (sim) – Die Saison 2025/26 wirft ihre Schatten voraus, und schon vor dem ersten Anpfiff ist klar: Diese Spielzeit in der Fußball-A-Liga-Ost wird ein echtes Mammutprogramm für die Teams. Mit insgesamt 34 Spieltagen erwartet jede Mannschaft ein langes und kräftezehrendes Jahr, das von Spannung, packenden Derbys und zahlreichen brisanten Duellen geprägt sein dürfte. Einig sind sich die Trainer vor allem in einem Punkt: Das Teilnehmerfeld ist so ausgeglichen wie lange nicht, und eine offene Spitzengruppe sorgt dafür, dass bis zum Ende alles möglich sein scheint.

Der SC Motten wird hoch gehandelt. Foto: Christine Görlich

Der KSV Niesig fühlt sich in der A-Liga Ost noch nicht besonders wohl – will aber eine erfolgreiche Runde spielen. Foto: Justin Klenner

Beim SC Motten herrscht große Vorfreude. Nach dem knapp verpassten Aufstieg in der vergangenen Saison brennt die junge und ehrgeizige Mannschaft darauf, erneut ganz oben anzugreifen. Neu-Trainer Michael Jäger bringt frischen Wind und klare Ambitionen mit: „Wir wollen zu den besten Teams gehören. Die Liga ist unglaublich stark, aber wir haben den Ehrgeiz, oben mitzuspielen und uns spannende Duelle zu liefern.“ Besonders freut sich Jäger auf das Wiedersehen mit seinem Ex-Verein SG Rönshausen. Gleichzeitig weiß er, wie schwer es werden wird: „Die Liga ist kompliziert und sehr stark. Mit Teams wie Niesig, die definitiv als Mitfavorit gelten, und einer gut verstärkten SG Dietershausen/Friesenhausen ist die Spitze breit besetzt. Dazu kommt der RSV Margretenhaun, der nach dem Abstieg aus der Kreisoberliga unbedingt wieder nach oben will“, weiß Jäger genau. Die Motivation beim SCM ist hoch, das Team ist jung, hungrig und will mit aller Macht wieder oben mitspielen. Die 34 Spieltage werden allerdings zu einer echten Herausforderung, besonders im Hinblick auf den Relegationsmodus, bei dem die fünf A-Liga-Zweiten in einer kräftezehrenden „Jeder-gegen-Jeden“-Runde antreten müssen. Für Jäger ist klar: „Wir freuen uns auf die Liga und wollen ab dem ersten Spieltag Vollgas geben.“

Auch bei der SG Dietershausen/Friesenhausen ist die Stimmung positiv. Der neue Coach Imal Schersadeh sieht seine Mannschaft gut gerüstet: „Wir haben unseren bestehenden Kader punktuell und gezielt verstärkt, die Vorbereitung lief optimal und die Fitnesswerte stimmen.“ Für ihn ist die A-Liga Ost in diesem Jahr die wohl stärkste A-Liga in der Region: „Das wird eine verdammt schwere Saison. Teams wie Hofbieber II, die alleine durch die starke erste Mannschaft eigentlich hoch müssen, und Margretenhaun als Absteiger erwarte ich weit oben. Der KSV Niesig ist ein Geheimfavorit, und auch der SC Motten gehört nach der überragenden letzten Saison definitiv in die Spitzengruppe.“ Für die SGDF selbst gilt zunächst das Ziel, einen Platz unter den besten Fünf zu erreichen, was gleichzeitig als Minimalziel ausgegeben wird. Mittel- bis langfristig sollen die Weichen auf Aufstieg gestellt werden: „Dieses Jahr sehen wir als Eingewöhnung, in den darauffolgenden zwei Jahren wollen wir dann voll angreifen“, so Schersadeh. Besonders die vielen kleinen Derbys in dieser Saison sorgen für zusätzliche Brisanz. Auch er betont: „Bei 34 Spieltagen werden Kleinigkeiten entscheiden, wer am Ende oben oder unten steht.“ Los geht es schon mit einem Nachbarschaftsduell gegen Dipperz/Dirlos II.

Beim TSV Langenbieber liegt der Fokus klar auf dem Klassenerhalt. Trainer Torsten Eich, der selbst aus Dietershausen stammt, hat eine klare Marschroute: „Wir wollen mindestens vier Mannschaften hinter uns lassen. Die Liga ist deutlich stärker als im letzten Jahr. Mit 18 Teams, Doppelspieltagen und Verletzungsproblemen wird das eine große Herausforderung.“ Die Vorbereitung verlief zwar holprig, doch die Stimmung im Team ist positiv: „Alle sind hochmotiviert, wir wollen die Klasse halten – das ist unser Ziel.“ Zum Auftakt wartet direkt ein Derby gegen den SV Hofbieber II. Eich blickt diesem mit Vorfreude entgegen: „Wir sind hochmotiviert und wollen dem Favoriten Paroli bieten.“ Zudem will der Coach eine kleine persönliche Serie fortsetzen: Gegen seinen Heimatverein Dietershausen habe er bislang noch nie verloren – und das soll auch in dieser Saison so bleiben.

Neben den etablierten Teams wie Motten und Dietershausen/Friesenhausen, sowie der RSV Margretenhaun als starker Absteiger und dem KSV Niesig als „Leidtragender“ der Ligen-Umstrukturierung,

Einen klaren Topfavoriten scheint es nicht zu geben – ebenso aber keine klaren Abstiegskandidaten. Mit 34 Spieltagen, teilweiser Doppelbelastungen und einem komplizierten Relegationsmodus im kommenden Sommer ist Spannung bis zum letzten Spieltag garantiert.

 

A-Liga Ost

 

Freitag

19 Uhr

Motten – Poppenhausen

 

Sonntag

13 Uhr

Elters/Eckweisbach/Schwarzbach II – Steinau/Steinhaus (in Eckweisbach)

Kerzell/Löschenrod II – Margretenhaun (in Kerzell)

Künzell II – Niesig

15 Uhr

Büchenberg/Uttrichshausen – Dalherda (in Büchenberg)

Dietershausen/Friesenhausen – Dipperz/Dirlos II (in Dietershausen)

Rönshausen – Ulstertal

Neuswarts – Ehrenberg II

Langenbieber – Hofbieber II